Repair, Reuse, Recycle

Kreislaufkonzept für Leuchtensystem

Beim Austausch herkömmlicher Beleuchtung mit energiesparender LED-Technik geht die vorhandene Ausstattung in den meisten Fällen während der Demontage zu Bruch oder wird aus anderen Gründen entsorgt. Dabei stecken Leuchten und Lichtschienen voller wertvoller Rohstoffe wie Stahl, Kupfer und Aluminium. Dies war der Ausgangspunkt eines gemeinsamen Pilotprojekts von Zumtobel, voestalpine Stahl und carla vorarlberg, einem sozialen Unternehmen der Caritas.

Die schonende Demontage der Leuchtensysteme ist eine Grundvoraussetzung für die Wiederverwertung.
Erforderlich ist auch ein sorgfältiger Transport der Tragschienen zum Zulieferer, damit sie ohne Qualitätsverlust als Sekundärrohstoff für die nächste Leuchtengeneration eingesetzt werden können.
Die carla Vorarlberg prüfte die demontierten TECTON-Leuchten auf Funktion und Sicherheit, um zu bestimmen, inwieweit sie sich in den eigenen Räumlichkeiten weiternutzen lassen.

Das Elektronikunternehmen Zumtobel engagiert sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige Produktion und Verwendung seiner Leuchten und Leuchtensysteme. So hat das Unternehmen eigene Circular Design Rules entwickelt und diese in ihre Produktentwicklung integriert. Diesen Regeln entsprach das bereits 2001 vorgestellte Lichtschienensystem Tecton: Es ist modular, einfach zerlegbar und die verwendeten Rohstoffe wie Kupfer und Stahl gut recycelbar.


Anhand eines in einer Eurospar-Filiale in Lustenau verbauten Tecton-Beleuchtungssystems entwickelten die Beteiligten ein skalierbares Konzept für die Reparatur (Repair), Wiederverwertung (Reuse) und das High-Value-Recycling von Leuchten und Tragschienen im Lebensmitteleinzelhandel. Dabei wurden zentrale Fragen der Kreislauffähigkeit untersucht: Wie lassen sich Leuchtensysteme so schonend demontieren und transportieren, dass sie an anderer Stelle wiederverwendet werden können? Wie gelangt das Tragschienen-Material ohne Qualitätsverlust zurück zum Zulieferer, damit sie als Sekundärrohstoff für die nächste Produktgeneration eingesetzt werden können?


Betrachtet haben die Beteiligten einerseits den Kreislauf der Leuchten und andererseits den der Schienen. Im Falle des Lustenau-Projekts ergab sich folgendes Fazit: Aus den rund 449 Meter Schienen konnten über 72 kg Kupfer und 576 kg Stahl als Sekundärrohstoff und 91 kg Polypropylen aus der 11-poligen Schienenführung zurückgewonnen werden. Die Leuchten selbst bekamen im carla Vintage Store in Bregenz ein zweites Leben und setzen nun dort die Kleidung und Second-Hand-Fundstücke in Szene.

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Leuchtdioden sind in den unterschiedlichsten Formen und Farben erhältlich.

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