Regenwasserbank
Klimaangepasstes Stadtmöbel
Stadtbäume kämpfen ums Überleben: Abgase, Streusalz, Hunde-Urin und versiegelte Böden setzen ihnen zu. Bleibt der Regen aus, verschärft Trockenheit die Lage und die Bäume sind besonders krankheits- und schädlingsanfällig. Abhilfe soll die neuentwickelte Regenwasserbank schaffen. Sie kann an die Fallrohre von Gebäuden angeschlossen werden und speichert das anfallende Regenwasser für die Bewässerung von Bäumen.
Zwar schreitet der klimaresiliente Umbau von Städten voran, doch Entsiegelungsmaßnahmen sind oft teuer und langwierig. Deshalb hat die Geografin Rhea Rennert die Regenwasserbank als einfache und schnelle Alternative entwickelt und gemeinsam mit der Designerin Kitty Lambooij die Module entworfen. Hinter ihrer Verkleidung aus Holzlamellen verbirgt die Bank einen Speicher, der bis zu 580 Liter Wasser fasst. Diese Menge soll ausreichen, um zwei Bäume in Trockenperioden zu versorgen. Ein seitliches Tischmodul beherbergt eine handbetriebene Pumpe mit Schlauch, mit dem das umliegende Stadtgrün bewässert werden kann.
Damit sich Menschen stärker verantwortlich fühlen, hat jede Bank mehrere Pat*innen. Diese haben Zugang zum Wassertank und können sich anschließend auf der Bank zurücklehnen – mit Blick auf das hoffentlich gedeihende Grün. Die Regenwasserbank soll nicht nur Begegnungs-, sondern auch Lernort sein. Infotafeln auf der Bank sensibilisieren für einen verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und erklären das Prinzip der Schwammstadt. Hier besteht auch die Möglichkeit, lokal spezifische Informationen zu den umliegenden Bäumen oder den heimischen Insekten- und Vogelarten zu integrieren. Erste Prototypen der Bank sind bereits umgesetzt, das kleine Berliner Team von Regenmodule arbeitet nun an einer breiteren Umsetzung.
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