Rahmenschalungen für Decken

Deckenschalungen bestehen allgemein im Wesentlichen aus einer horizontalen Tragkonstruktion, die die Schalhaut unterstützt und die Kräfte in ein Traggerüst weiterleitet. Differenziert wird u. a. in Trägerdeckenschalung, Deckentische und modulare Deckenschalungssysteme mit Paneelen.

Ein sogenannter Säulenrahmen erlaubt das sichere Schließen von Passflächen.
Hier wurde mit Geländerpfostenhaltern an den Paneelseiten eine Absturzsicherung hergestellt.
Eine Kombination aus Paneel-Deckenschalung und Deckentischen

Paneel-Deckenschalungen funktionieren ähnlich wie Rahmenschalungen für vertikale Bauteile: Ohne Kraneinsatz werden Rahmen auf Trägern oder direkt auf Stützen gelagert. Letztere leiten die vertikal auftretenden Lasten ab. Horizontale Lasten werden zum Beispiel über Abspannungen in das Bauwerk abgeleitet. Als Rahmenmaterialien sind analog zu Wandrahmenschalungen Stahl-, Aluminium- und Kunststoffrahmen erhältlich. Spezielle Absenkmechanismen ermöglichen das Frühausschalen.

Die Systeme der verschiedenen Hersteller variieren leicht. Gemeinsam sind ihnen aber die Grundbauteile Stütze, Stützenkopf und Schalelement (Paneel) zusammen. Bei manchen Systemen werden die Stützköpfe mit Schrauben an den Stützdecken befestigt. Anschließend wird das Schalelement in den Stützenkopf eingehängt und mit einer Aufstehhilfe (Montagestange) hochgeschwenkt. Die Elemente sind oft so dimensioniert, dass sie türgängig sind und für die Montage zwei bis drei Personen ausreichen. Je nach System lassen sich Betondecken von 50 oder 65 cm, teils sogar bis 109 cm Stärke herstellen.

Paneel-Deckenschalung mit Fallkopf

Ist ein Frühausschalen möglich, können die Systembauteile schneller wieder an anderer Stelle zum Einsatz kommen und es müssen weniger von ihnen auf der Baustelle vorgehalten werden. Dazu bieten einige Hersteller spezielle Stützenköpfe. Der Hersteller Peri etwa entwickelte einen Fallkopf: Während die Schalung in Gebrauch ist, sichert ein Schnellverschluss die Köpfe an den Stützen gegen Herausfallen. Ist der Beton zum Ausschalen bereit, lässt sich ein Keil am Fallkopf lösen, sodass Träger und Rahmenelemente um 6 cm absinken. Auf diese Weise können die Systembauteile mitunter bereits nach einem Tag für weitere Einsätze verwendet werden. Wann genau mit dem Frühausschalen begonnen werden kann, ist den Produktangaben der Hersteller nachzulesen.

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Ankerlöcher in der Sichtbetonfassade des Bundeskanzleramts in Berlin, Architekten: Axel Schultes und Charlotte Frank, Berlin

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Beispiel einer Rahmenschalung aus Stahl, die überwiegend für den Hoch- und Industriebau zum Einsatz kommt

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Aufgrund der Flexibilität in Anordnung der Quer- und Längsträger sowie Stützen können beliebige Grundrissformen geschalt werden.

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Schematische Darstellung einer Randabschalung im Bereich von Wänden

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