Putzschäden

Ursachen und Schadensbilder

Die Gründe für Putzschäden können vielfältig sein und lassen sich nicht immer eindeutig ermitteln – entweder entstehen sie direkt auf der Bauteiloberfläche oder ihre Ursache lässt sich auf tiefer liegende Schichten des Wandaufbaus zurückführen. Frost- und Feuchteeinwirkungen lassen sich relativ einfach durch entsprechende Schadensbilder identifizieren. Bei nicht vorhandener Horizontalsperre können Erdfeuchtigkeit und Grundwasser durch langsames Aufsteigen im Mauerwerk zu Putzschäden führen. In diesem Fall wirken Salze aus dem Boden zusammen mit der im Putz verdunstenden Feuchtigkeit. Schadensbilder können z. B. Abplatzungen, Blasen- und Rissbildungen, Ausblühungen, Verfärbungen, Verschmutzungen und andere Zerstörungen der Putzoberfläche sein.

Die Schadensbilder bei Putzoberflächen sind sehr unterschiedlich, ebenso wie ihre Ursachen.
Ein ungeeigneter Putzträger als Untergrund kann Schäden hervorrufen.
Putzschäden durch aufsteigende Feuchtigkeit

Häufig ist aber auch ein ungeeigneter Putzträger Anlass für die ungenügende Haftung des Putzes auf dem Untergrund. Auch kann die schadhafte Putzoberfläche auf unterschiedliche Wärmedehnungen im Bauteil oder auf chemische Reaktionen mit anderen Materialien zurückzuführen sein. In der Regel handelt es sich hierbei um Wechselwirkungen im Bereich der verschiedenen Putzschichten oder mit dem Mauerwerk.

Für die Sanierung einer schadhaften Putzoberfläche ist es hilfreich, wenn die Ursache möglichst frühzeitig entdeckt wird. Die Aufnahme des Schadens erfolgt durch ein ausführliches Mängelprotokoll, in dem Ursache, Schädigungsgrad und Schadensumfang ermittelt und schriftlich festgehalten werden. Da eine wirklich geeignete Sanierungsmaßnahme zur dauerhaften Wiederherstellung einer einwandfreien Putzfläche gefunden werden muss, sollte die differenzierte Bauwerksdiagnose ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden.

Vielfach kommt bei der Bearbeitung eines Putzschadens ein hydrophober Sanierputz zum Einsatz. Er besteht aus Wasser abweisenden Materialien, sodass Feuchtigkeit gar nicht erst in den Putz eindringen kann. Die Struktur des diffusionsoffenen Putzes ist so ausgelegt, dass Wasser auf der Oberfläche besonders schnell verdunsten kann. Auch Bodensalze können auskristallisieren, ohne dabei Schäden zu verursachen. Um den Putz aufzutragen, sind zunächst die schadhaften Putzteile vollständig zu entfernen und ein geeigneter Untergrund aufzutragen. Je nach Beschaffenheit ist darüber hinaus eine Vorbehandlung des Putzuntergrundes, z. B. in Form eines Spritzbewurfs, erforderlich. Auch das Einlegen einer Putzbewehrung kann hilfreich sein, um ein dauerhaft haltbares Sanierungsergebnis zu erzielen.

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