Poller

Einfahrtsbeschränkung und Kontrolle

Poller sind im Amtsdeutsch Sperrpfosten, die – wie der Name schon sagt – als Sperre und Kontrolle dafür sorgen, dass insbesondere unbefugte Kraftfahrzeuge nicht in Ein- oder Ausfahrten, durch Tore sowie grundsätzlich in Eingangsbereiche gelangen können. Sie dienen außerdem als Aufprall- und Rammschutz vor sicherheitssensiblen Eingängen wie beispielsweise bei Ministerien, Botschaften, vor großflächigen Glasfronten wie bei Schaufenstern oder auch bei besonders wertvoller historischer Bausubstanz.

Ein Kranz aus blinkenden LED-Warnleuchten kann die Warnfunktion unterstützen.
Poller haben außerdem Schutzfunktionen als Aufprall- und Rammschutz.
Poller bestehen aus robusten und witterungsbeständigen Materialien. Im Bild: Ein Poller vor einem Schaufenster

Die Bezeichnung Poller leitet sich vom altfranzösischen poldre oder poultre für Klotz oder Balken ab. Das Prinzip dieser Pfosten stammt vermutlich aus der Schifffahrt, bei der Hafenpoller als Haltepfähle für das Vertäuen der Schiffe am Kai dienen.

Material, Form, Farbe und Licht

Poller werden aus robusten und witterungsbeständigen Materialien wie Gusseisen, Stahl, Stahlbeton, Naturstein oder Aluminium-Stahl-Komposit-Schichten in zylindrischer oder konischer Form oder mit rechteckigem Querschnitt gefertigt. Ihre Höhe beträgt üblicherweise zwischen 60 cm und 100 cm. Manche Poller sind historisierend mit reliefartigen Ringen, stilisierten Blättern, Kanneluren, Wappen und Kugeln verziert und ähneln damit bisweilen Balustern und Säulenstümpfen.

Oberflächen aus Metall sind meist dunkelgrau oder tannengrün, häufig sind sie – ähnlich wie Baken und Schranken – mit rot-weißen oder gelb-schwarzen Warnmarkierungen versehen. Ein Kranz aus blinkenden LED-Warnleuchten kann diese Warnfunktion noch unterstützen. Mit Zubehör wie beispielsweise Ösen für Ketten und Seile können Poller miteinander verbunden werden und damit zaunartige Absperrungen schaffen.


Dauerhafte oder temporäre Sperre

Zu unterscheiden sind stationär-dauerhafte und temporär steuerbare respektive mobile Poller, wobei letztere vor allem dazu dienen, Zugänge für Fahrzeuge von Feuerwehr und Notarzt freizuhalten. Bei der dauerhaften Sperre wird der Poller mit einem Fuß – vergleichbar mit einem Einzelfundament – einbetoniert oder mit einer Grundplatte am Boden fest verdübelt. Mobile Poller können entweder gekippt, geklappt, herausgehoben oder komplett versenkt werden. Je nach Art des Pollers und dessen Beweglichkeit werden Fernsteuerungen beispielsweise über Funksignale, Sicherheitsschlüssel für Zylinderschlösser, Drei- oder Vierkant-Schraubenschlüssel oder Ketten mit Bolzenriegeln oder ähnlichen Steckverbindungen verwendet.

Kritik

Häufig werden Poller als unnötige und teilweise sogar gefährliche Hindernisse kritisiert, die den Zugang von Hilfe verzögern können. Insbesondere bei Häufungen mit großen Stückzahlen werden sie als „Poller-Irrsinn“ (Quelle: https://changing-cities.org/poller-bashing-im-faktencheck) bezeichnet und als eine Überregulierung und Verunstaltung des städtischen Raums betrachtet. Poller waren bereits Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen.

Alternativen

Mit stationären Pollern vergleichbare Aufgaben können ausreichend große Klötze und Kugeln aus Naturstein und Beton, Findlinge, massivere Hochbeete und Pflanzenkübel übernehmen. Je nach Höhe und Gestaltung der oberen Fläche können Poller auch als Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Verweilen dienen und damit zu einer Steigerung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum beitragen.

Fachwissen zum Thema

Drehkreuztüren dienen als Zutrittskontrollen und Schleusen. Im Grundriss bilden sie ein Kreuz, wobei der Kreuzungspunkt als Spindel eine senkrechte Drehachse bildet.

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Drehkreuztür

Eine Scherengittertür ist eine Variante von Gittertüren, bei denen flache oder runde Metallstäbe ein transparentes und faltbares Geflecht bilden.

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Türen und Tore haben die gleichen Funktionen, sie schließen und öffnen einen Durchgang oder  – je nach Dimensionierung – eine Durchfahrt in einer Wand (im Bild: Türen und Tore im Futurium Berlin, Richter Musikowski)

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