Planning and Designing Cities for a Rising Sea Level

Im Zentrum der Essaysammlung stehen Fragen, mit denen Küstenstädte in zunehmender Geschwindigkeit konfrontiert sind.
 Unter anderem geht es um die Frage, wie die notwenigen Transformationsprozesse an diesen Orten sozial gerecht gestaltet werden können?
Das Buch unterteilt sich dabei in drei Teile: Part I – Understanding the Problem – untersucht die Herausforderungen im Umgang mit dänischen Küstenlandschaften.

Planning and Designing Cities for a Rising Sea Level

Gertrud Jørgensen, Tom Nielsen, Karsten Arnbjerg-Nielsen, Kamilla Stener Møller (Hg.)

Danish Architectural Press, Kopenhagen 2025
432 Seiten, Format 27 × 23 cm
Softcover, Englisch

Preis: 56 EUR

ISBN 9788774075806

Planning and Designing Cities for a Rising Sea Level setzt sich mit einer der drängendsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts auseinander: dem Anstieg des Meeresspiegels und seinen Folgen für Küstenstädte. Entstanden ist das interdisziplinäre Fachbuch im Rahmen des fünfjährigen Forschungsprojekts Cities and Sea Level Rise (2019–2024) der Aarhus School of Architecture, Universität Kopenhagen (KU) und Dänemarks Technischer Universität (DTU) sowie in Kooperation mit 18 dänischen Kommunen. Die Publikation vereint Beiträge von 15 internationalen Expert*innen aus den Bereichen Stadt- und Landschaftsplanung, Recht, Risikoanalyse und Governance. Es richtet sich an Fachleute, Forschende sowie politische Entscheidungstragende.

Im Zentrum der Essaysammlung stehen Fragen, mit denen Küstenstädte in zunehmender Geschwindigkeit konfrontiert sind: Wie lassen sich urbane Räume vor dem steigenden Meeresspiegel schützen? Bis wohin dürfen Schutzmaßnahmen reichen und ab wann wird es notwendig, Orte aufzugeben? Wie können solche Transformationsprozesse sozial gerecht gestaltet werden? Das Buch unterteilt sich dabei in drei Teile: Part I – Understanding the Problem untersucht die Herausforderungen im Umgang mit dänischen Küstenlandschaften. Die Autor*innen analysieren unter anderem die Beziehung zwischen urbaner Entwicklung und Hochwasseranpassung, die ökologischen Auswirkungen von Küsteninfrastruktur und den Umgang mit kulturellem Erbe im Klimawandel. 

Part II – Planning and Design Practice fokussiert sich auf internationale Fallstudien und Planungsansätze: das Wirken politischer Netzwerke in Australien, Strategien mehrschichtiger Sicherheitskonzepte (multi-layer safety) in den Niederlanden, Landgewinnungsprojekte und deren rechtliche Rahmenbedingungen in Dänemark. Schließlich wirft Part III – Imagining Coastal Urban Futures einen Blick in die Zukunft und stellt Anpassungsstrategien, ökologische Raumplanung und das Konzept des gesteuerten Rückzugs (managed retreat) in den Mittelpunkt. Die Autor*innen stützen sich dabei auf planerische Erfahrungen und eigens durchgeführte empirische Forschungen. Sie zeigen auf, dass Stadtentwicklung innerhalb der planetaren Grenzen gedacht werden muss und sprechen sich gegen wachstumsorientierte Lösungen aus. 

Planning and Designing Cities for a Rising Sea Level wird so zu einem praxisorientierten Handbuch mit einem klaren Handlungsfokus für Stadtentwicklung und Politik. Hervorzuheben ist der ganzheitliche Blick: Den Schutz vor dem Meeresspiegelanstieg verstehen die Autor*innen nicht als rein technische, sondern als politische, soziale und kulturelle Herausforderung. Auch wenn im deutschsprachigen Raum nur wenige Großstädte am Meer liegen, ist diese Botschaft auf alle Planungsbereiche im Kontext von Polykrisen übertragbar.

Finanziert hat die Forschung die philanthropische Vereinigung Realdania. Die Autor*innen sind Anna Aslaug Lund, Anna Hurlimann, Anna Lea Eggert, Anne Sofie Beer Nielsen, Cintia Organo Quintana, Colette Mortreux, Francesco Musco, Gertrud Jørgensen, Gry Frederiksberg, Haley Kujawa, Helle Tegner Anker, Iisa Eikaas, Jon Barnett und Kamilla Stener Møller. -pe

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