Parklife Hideaways

Parklife Hideaways

Robert Klanten, Laura Allsop, Park Projects (Hrsg.)

Gestalten Verlag, Berlin 2023
256 Seiten, gebunden
Format 23 x 29,5 x 2,6 cm,
Texte in englischer Sprache
etwa 370 Farbfotografien

Preis: 45 EUR

ISBN 978-3-96704-139-2

Nachhaltiges Planen und Bauen im Einklang mit der Natur ist das Thema der Stunde. Das Buch mit dem programmatischen Titel Parklife Hideaways, wörtlich zu übersetzen etwa mit verstecktem oder verborgenem Leben und Wohnen mitten in der Natur, wobei mit Hideaway auch luxuriöse Hotelanlagen an entlegenen und besonders schönen Orten bezeichnet werden, wurde vom Berliner Gestalten Verlag zusammen mit Park Projects konzipiert. Park Projects ist ein Händler für Outdoor-Ausrüstungen und entsprechende Accessoires, der nach eigenen Angaben ein Viertel seines Gewinns für die Pflege und damit den Erhalt von nordamerikanischen Nationalparks spendet.

Die im Buch vorgestellten 35 Rückzugsorte – Ferienhäuser, cabins, also Blockhäuser und Hütten wie Tiny Houses – befinden sich in oder in der Nähe von Nationalparks oder Landschaftsschutzgebieten wie beispielsweise Joshua Tree, Zion, Lake Tahoe, Mojave oder an dicht bewaldeten Seen in Kanada. Sie wurden unter der Prämisse geringstmöglicher Eingriffe in das Ökosystem ausgesucht. Kurze, aber prägnante Texte in Kombination mit großformatigen Fotografien erläutern die verschiedenen Konzepte, die ein überraschend weites Spektrum umfassen. Es reicht von traditionellen Holzhütten mit rustikalen Schindeln und filigranen Sprossenfenstern bis zu geometrisch gemorphten minimalistischen Quader- und Kuben-Gebilden mit Yakisugi-konservierter Verkleidung. Manche der Cabins erinnern an skurrile Hexenhäuschen, andere zitieren die legendäre Sea Ranch aus den 1960er-Jahren in Sonoma an der Pazifikküste, mit villenartigen Clustern, einschließlich Pool und Cortenstahl-Feuerstellen zum gemeinschaftlichen Grillen.

Die Häuser zeigen zwei Facetten: einerseits eine Auflösung der Grenzen zwischen innen und außen inmitten der Wildnis. Dieser Effekt wird beispielsweise mit raumhohen Pivot-Türen, großformatigen Schiebetüren und -fenstern, vorgelagerten und teils halbüberdachten Veranden sowie transparenten Ecken und Erkern mit der Anmutung von Wohnwintergärten erzielt. Andererseits bieten sie einen behaglichen Schutzraum vor unwirtlichen Naturereignissen wie Sand- und Schneestürmen. Die Fenster sind immer so angeordnet, dass sie atemberaubende Ausblicke auf Seen, Berge, Täler, Wälder, Wüsten, den Pazifik und den Himmel erlauben.

Dies verdeutlicht insbesondere die nur 18 Quadratmeter kleine Einraum-Hütte eines professionellen Snowboarders in mehr als 2.000 Meter Höhe in der kalifornischen Sierra Nevada, die im Winter nur per Schneemobil erreichbar ist. Er berichtet: „Right now, I'm watching the sky change color from blue to orange to green while I cook dinner over the fire. (...) The sun keeps me warm with my large south-facing windows, meaning I need less firewood and storage space. I realized the best thing you can do is listen to nature. Up here, nature always wins“. -sj

Fachwissen zum Thema

Pivot-Türen sind eine besondere Form der Drehtür. Die Bezeichnung leitet sich vom französischen Verb pivoter (= schwenken, schwingen) her (im Bild: geöffneter Zustand einer Aluminium-Holz-Pivot-Tür in einem Atrium in Amsterdam).

Pivot-Türen sind eine besondere Form der Drehtür. Die Bezeichnung leitet sich vom französischen Verb pivoter (= schwenken, schwingen) her (im Bild: geöffneter Zustand einer Aluminium-Holz-Pivot-Tür in einem Atrium in Amsterdam).

Türarten

Pivot-Tür

In Metropolen auf der ganzen Welt verknappt sich die Ressource Wohnraum in Relation zu der zur Verfügung stehenden Fläche, und dies nicht nur finanziell sondern auch geometrisch-mathematisch sowie physisch (im Bild: Studenteinwohnheim Woodie in Hamburg, Sauerbruch Hutton).

In Metropolen auf der ganzen Welt verknappt sich die Ressource Wohnraum in Relation zu der zur Verfügung stehenden Fläche, und dies nicht nur finanziell sondern auch geometrisch-mathematisch sowie physisch (im Bild: Studenteinwohnheim Woodie in Hamburg, Sauerbruch Hutton).

Planungsgrundlagen

Verhältnis Fenster zu Raumvolumen

Das Prinzip dieser kontrolliert erzeugten Verbrennung hölzerner Oberflächen heisst Yakisugi und ist ein jahrhundertealtes japanisches Verfahren zur Konservierung und zum Schutz von Holz im Bauwesen.

Das Prinzip dieser kontrolliert erzeugten Verbrennung hölzerner Oberflächen heisst Yakisugi und ist ein jahrhundertealtes japanisches Verfahren zur Konservierung und zum Schutz von Holz im Bauwesen.

Materialien/​Werkstoffe

Yakisugi

Bauwerke zum Thema

Etwa 200 km südlich der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile liegt Puertecillo, eine abgelegene Bucht am Pazifik, über der sich bewaldete Hügel erheben.

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Wohnen/​EFH

Ferienhaus bei Puertecillo

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