Onsen

Onsen bezeichnet natürliche, geothermisch erhitzte Thermalquellen in Japan, deren Wasser aufgrund seines hohen Mineralgehalts traditionell für gesundheitliche und rituelle Zwecke genutzt wird. Die landesweit gesetzlich als Onsen definierten Quellen müssen eine Mindesttemperatur von 25 °C sowie bestimmte chemische Eigenschaften – etwa Schwefel-, Natrium- oder Eisenanteile – aufweisen. 

Onsen-Anlagen bestehen meist aus verschiedenen Becken im Innen- und Außenbereich, Waschzonen und oft ergänzenden Einrichtungen wie Saunen oder Ruhebereichen. Die Bäder dienen der Entspannung, der Förderung der Durchblutung sowie der Pflege sozialer Rituale, da gemeinsames Baden tief in der japanischen Alltagskultur verankert ist. Geografisch finden sich Onsen vor allem in vulkanisch aktiven Regionen, häufig eingebettet in traditionellen Herbergen (Ryokan) oder in Kurorten. Besucher*innen haben strikte Verhaltensregeln zu beachten – darunter gründliches Waschen vor dem Baden. Die Becken sind in der Regel nach Geschlechtern getrennt. 

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