Olympus-Campus in Hamburg

Sonnen- und Wärmeschutzverglasungen für moderne Arbeitsräume

Einst war es das größte Arbeiterviertel Hamburgs: Hammerbrook im Süden der Hansestadt. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Stadtteil stark zerstört, lag anschließend jahrzehntelang brach und entwickelte sich in den letzten Jahren zum beliebtesten Bürostandort Hamburgs. Rund 800 Unternehmen sind hier heute in modernen Bürogebäuden beheimatet – darunter auch das Medizintechnikunternehmen Olympus.

Der 2021 fertiggestellte Bau wurde von gmp Architekten als Generalplaner entworfen und umgesetzt.
Das kompakte Gebäude setzt sich aus drei sieben- bis elfgeschossigen, L-förmigen Baukörpern zusammen und füllt einen gesamten städtischen Block aus.
Außen dominieren die Materialien Glas und Backstein.

Der 2021 fertiggestellte Olympus Campus wurde von gmp Architekten als Generalplaner entworfen und umgesetzt. Das kompakte Gebäude füllt einen gesamten städtischen Block mit einer Grundfläche von 8.600 m² und setzt sich aus drei sieben- bis elfgeschossigen, L-förmigen Baukörpern zusammen, die vier begrünte Innenhöfe ausbilden. Die einzelnen Gebäudeteile sind über zurückgesetzte, verglaste Gebäudeteile – ähnlich einer Fuge – miteinander verbunden. Dadurch wirkt die große Baumasse nach außen differenzierter und kleinteiliger, während die innere Organisation durchgehend bleibt.

Fassade mit Rhythmus

Außen dominieren die Materialien Glas und Backstein. Die klare Gebäudeform wird durch den starken Rhythmus der Fassade aufgebrochen: Im Erdgeschoss wechseln sich raumhohe Glasfronten mit schmalen Fensterschlitzen ab. Weiter oben sind je zwei bis drei Geschosse in durchgehenden Fensterbändern zusammengefasst, die rundherum von einem schmalen Backsteinrahmen eingefasst sind. Jede Fassadenseite ist außerdem durch einen breiten, vertikalen Backsteinstreifen zu einer Seite hin abgeschlossen.

Helle und geräumige Arbeitsräume

Der Haupteingang liegt an der Gebäudeecke zur Hauptstraße, Nebenzugänge mit kleinen Vorplätzen befinden sich an den zum Straßenraum leicht zurückgesetzten Stirnseiten der Gebäudeteile. Neben dem Europa Headquarter für Olympus nimmt der Neubau zudem Räume des New-Work-Unternehmens Design Offices auf; im Erdgeschoss betreibt die junge Firma ein öffentliches Café sowie Tagungs- und Veranstaltungsflächen, die rund um die Uhr geöffnet sind und zur Belebung des Ortes beitragen. Ebenso befindet sich das Betriebsrestaurant von Olympus im Erdgeschoss.

Kommunikativer Mittelpunkt des Firmensitzes mit insgesamt 47.500 m² Fläche ist das zweigeschossige und durch ein Atrium natürlich belichtete Foyer, von dem aus eine Freitreppe zu dem Schulungs- und Konferenzbereich führt. Die übrigen Geschosse beherbergen die Büroflächen, die dank der flexiblen Grundrisseinteilung je nach Bedarf als Einzelbüros oder Open-Space-Arbeitsräume umgesetzt werden konnten.

Verglasungen mit Anspruch

Entsprechend den Anforderungen einer gut funktionierende Arbeitsumgebung lag ein besonderer Fokus auf der technischen Ausführung der Gebäudehülle. Insgesamt kamen Sonnenschutz-Isoliergläser mit einer Lichttransmission von 70 % und einem Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) von 33 % zum Einsatz. Dadurch erreichen sie eine gute Selektivität von mehr als 2 und erheblich reduzierte Kühllasten im Sommer.

In den Innenhöfen und bei einigen weiteren Verglasungen in den Obergeschossen fiel die Wahl auf Wärmeschutzverglasungen. Dank hoher Lichttransmissions- und g-Werte ermöglichen sie einen hohen Tageslichteintrag und große solare Gewinne im Winter und verringern Wärmeverluste über die Fensterflächen. Zur weiteren Optimierung des Wärmeschutzes wurden alle Isolierverglasungen mit warmer Kante ausgebildet. Insgesamt ist der Campus als Niedrigenergiegebäude nach DGNB Gold zertifiziert.

Bautafel

Architektur: gmp Architekten
Projektbeteiligte: Wetzel von Seth Ingenieurbüro für Bauwesen, Berlin (Tragwerksplanung); Ebert Ingenieure, Berlin (Haustechnik); Gruner, Hamburg (Brandschutz); Akustik Bauphysik Schoenau, Tiefenbach (Bauphysik/Akustik); Infacon, Köln (Fassadenberatung); Schlotfeldt Licht, Hamburg und KOBER Lichtplaner, Dortmund (Lichtplanung); WES LandschaftsArchitektur, Berlin (Landschaftsarchitektur); JOI-Design, Hamburg und brandherm + krumrey interior architecture, Köln (Innenarchitektur); Saint-Gobain Glass, Stolberg (Sonnen- und Wärmeschutzverglasung, Isolierglas)
Bauherr/in: Campus Properties 1, Hamburg
Fertigstellung: 2021
Standort: Wendenstraße 20, 20097 Hamburg
Bildnachweis: Marcus Bredt; Olympus Europa

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