Ofelias Plads in Kopenhagen

Entwässerung einer Großraumterrasse

Mitten im Herzen Kopenhagens liegt der Ofelia Plads, der seit 2016 Erholung und städtische Infrastruktur an einem Ort vereint. Die 16.000 Quadratmeter große Terrasse an der Hafenkante dient zugleich als Dach eines Parkhauses mit 500 Stellplätzen. Realisiert wurde das Projekt von Lundgaard & Tranberg Architects gemeinsam mit der Landschaftsarchitektin Julie Kierkegaard, künstlerisch begleitet von Finn Reinbothe und Steen Høyer.

Sie dient zugleich als Parkhausdach für 500 Stellplätze.
Um das Regenwasser abzuleiten entschieden sich die Planenden für Linienentwässerungen, die alle acht Meter auf dem 320 Meter langen Pier angeordnet sind.
Die Landschaftsarchitektin Julie Kierkegaard entwickelte hierfür gemeinsam mit ACO Nordic ein individuelles Rostdesign namens Dot.

Ofelia Plads ist eine Neuinterpretation der ehemaligen Industriepiere. Direkt angrenzend an das Königliche Schauspielhaus erstreckt er sich als weitläufige Freifläche für Kultur und Freizeit. Hinter der klaren, puristischen Gestaltung verbirgt sich ein Entwässerungssystem, das funktionale und gestalterische Ansprüche vereint.

Handgearbeitete Querrillen durchziehen die gesamte Betonfläche und leiten das Wasser über ein leichtes Gefälle in Kanäle oder direkt in das angrenzende Hafenbecken. Das feine, spürbare Relief interpretiert auf künstlerische Weise den stetigen Wind und das wechselhafte Wetter.

Allerdings reicht das Gefälle nicht aus, um eine vollständige Entwässerung des Platzes zu gewährleisten. Dafür wäre ein Höhenunterschied von einem halben Meter nötig gewesen, was die Wirkung der weiten Fläche beeinträchtigt hätte. Die Planenden entschieden sich daher für Linienentwässerungen, die alle acht Meter auf dem 320 Meter langen Pier angeordnet sind.

Dafür entwickelte die Landschaftsarchitektin Julie Kierkegaard gemeinsam mit ACO Nordic ein individuelles Rostdesign namens Dot. Die gusseisernen Elemente liegen orthogonal zu den organischen Rillen und gliedern die Fläche durch Ausrichtung und Material in einzelne Segmente.

Am nördlichen Ende des Piers senkt sich eine dunkelgraue Betonrampe unter den Wasserspiegel. Dieser Übergang erlaubt dem Meer, sanft über die Kante zu treten; das Wasser rückt so noch näher an den Stadtraum heran. Für den leichten Einstieg im Sommer sorgen leuchtend orangefarbene Leitern.

Unterhalb des Platzes befindet sich das dreigeschossige Parkhaus. Es entlastet die Parksituation im Stadtzentrum und ermöglichte die Wiederherstellung des historischen Sankt Annæ Plads als autofreien Stadtraum.

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