Nutzungsklasse (NKL)

Ist ein Bauteil vor Niederschlag und direkter Feuchteeinwirkung geschützt, bestimmt die Umgebungsfeuchte den Feuchtegehalt des Holzes.
Ausgehend von bestimmten, teils schwankenden Feuchteverhältnissen erfolgt die Zuordnung in die Nutzungsklasse 1, 2 oder 3.
Grundsätzlich sollte der Feuchtegehalt eines Holzbauteils bei seinem Einbau etwa den künftigen klimatischen Bedingungen in seiner Umgebung entsprechen.

Die Unterscheidung und Zuordnung von Holzbauteilen in eine bestimmte Nutzungsklasse (NKL) basiert auf dem Eurocode DIN EN 1991-1-1 Eurocode 1: Einwirkungen auf Tragwerke - Teil 1-1: Allgemeine Einwirkungen auf Tragwerke - Wichten, Eigengewicht und Nutzlasten im Hochbau. Sie ist wichtig für die Bemessung und Tragfähigkeit: Je nachdem, wo ein Bauteil zum Einsatz kommt, ist es unterschiedlichen Temperatur- und Feuchtebedingungen ausgesetzt. Der Feuchtegehalt von Holz schwankt abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung. Ist ein Bauteil vor Niederschlag und direkter Feuchteeinwirkung geschützt, bestimmt die Umgebungsfeuchte den Feuchtegehalt des Holzes. Ausgehend von bestimmten, teils schwankenden Feuchteverhältnissen erfolgt die Zuordnung in die Nutzungsklasse 1, 2 oder 3.

In der Nutzungsklasse 1 beträgt die Gleichgewichtsfeuchte meist 12% (entspricht 65% relative Luftfeuchtigkeit bei 20°C): beispielsweise in einem geschlossenen und beheizten Raum. Die relative Luftfeuchte unterliegt hier nicht allzu großen Schwankungen. In offenen, überdachten Bereichen eines Gebäudes kann die Feuchtigkeit zeitweise deutlich höher ausfallen. Auch für die Nutzungsklasse 2 wird von einer Umgebungstemperatur von 20° C ausgegangen. Die Gleichgewichtsfeuchte von Holz liegt in dieser Kategorie in der Regel nicht über 20% (entspricht 85% relative Luftfeuchtigkeit bei 20°C). In der Nutzungsklasse 3 sind Holzbauteile höheren Feuchtebelastungen ausgesetzt, die auch stark schwanken können: Dies betrifft den Außenbereich oder speziell genutzte Hallen. 

Grundsätzlich sollte der Feuchtegehalt eines Holzbauteils bei seinem Einbau etwa den künftigen klimatischen Bedingungen in seiner Umgebung entsprechen.

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