Notausstiegsgitter

Horizontale Klappen in Fluchtwegen

Auf Bürgersteigen und ähnlichen öffentlichen Flächen finden sich oft bodengleiche Metallgitter. Sie verschließen horizontale Öffnungen für Notausgänge oder -ausstiege aus unterirdischer Infrastruktur wie U-Bahn-Tunneln, Wartungsgängen und -schächten. Anders als Falltüren öffnen sich die Gitter nach oben, also in vertikaler Fluchtrichtung, und sind daher an ihrer Unterseite mit Treppen oder Leitern verknüpft.

Die Gitter verschließen Fluchtwege zur Evakuierung im Fall von Havarien, bei Rauchentwicklung oder offenem Feuer.
Die Gitter verschließen horizontale Öffnungen für Notausgänge und -ausstiege aus unterirdischen U-Bahn-Tunneln, Wartungsgängen und -schächten.
Notausstiegsgitter dürfen nicht blockiert werden. Die freizuhaltenden Flächen lassen sich durch Poller als Sperrpfosten markieren.

Fluchtweg aus unterirdischen Räumen

Im Falle von Havarien, bei Rauchentwicklung oder offenem Feuer bieten Notausstiegsgitter einen effektiven Fluchtweg. Ihre lichten Öffnungsmaße entsprechen mit 90 cm x 120 cm den in der MBO (vergleichbar beispielsweise BauO Berlin § 37 (5)) definierten Mindestgrößen von Rettungsfenstern. Im umgekehrten Fall dienen sie der Feuerwehr als sogenannter Angriffsweg und Einstiegsmöglichkeit in unterirdische Räume.

Notausstiegsgitter sind freizuhalten und dürfen nicht blockiert werden. Um Hindernisse und funktionseinschränkende Sperren durch parkende PKWs, abgestellte Abfallcontainer, Pflanzkübel oder mit Ketten angeschlossene Fahrräder zu verhindern, können die freizuhaltenden Flächen durch Poller als Sperrpfosten markiert werden.

Material und Bestandteile

Aufgrund ihrer bodengleichen Lage müssen die Gitter samt Rahmen robust konstruiert und ausreichend tragfähig sein. Meist bestehen sie aus verzinktem Stahl, seltener aus Edelstahl. Die Gitterhöhen betragen üblicherweise 30 mm bis 40 mm, die Maschenweiten von etwa 30 mm x 10 mm bis etwa 30 mm x 30 mm. Scharniere ermöglichen das Hochklappen, wahlweise mit Arretierung. Die Befestigung erfolgt mit Bügeln, Agraffen, Tellern oder Klemmen.

Fachwissen zum Thema

Rettungswege im strengen Sinn sind Zugänge und Wege für Einsatzkräfte wie der Feuerwehr, über die die Bergung (= Fremdrettung) von z.B. verletzten Personen und Tieren sowie die Brandbekämpfung (Löscharbeiten) möglich sind (siehe § 14 MBO).

Rettungswege im strengen Sinn sind Zugänge und Wege für Einsatzkräfte wie der Feuerwehr, über die die Bergung (= Fremdrettung) von z.B. verletzten Personen und Tieren sowie die Brandbekämpfung (Löscharbeiten) möglich sind (siehe § 14 MBO).

Flucht-/​Rettungswege

Definition Flucht- und Rettungswege

Fensterprofil aus Messing, IG-Metall-Haus Erich Mendelsohn und Rudolf Reichel, 1929

Fensterprofil aus Messing, IG-Metall-Haus Erich Mendelsohn und Rudolf Reichel, 1929

Materialien/​Werkstoffe

Metalle als Rahmenmaterial

Poller sind im Amtsdeutsch Sperrpfosten. Im Bild: Ein Poller als Kontroll- und Zugangssperre vor dem Eingang in ein Bürogebäude.

Poller sind im Amtsdeutsch Sperrpfosten. Im Bild: Ein Poller als Kontroll- und Zugangssperre vor dem Eingang in ein Bürogebäude.

Zubehör

Poller

Bauwerke zum Thema

Auer Weber Architekten planten auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung eine unterirdische Mensa.

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Kultur/​Bildung

Mensa auf dem Bildungscampus in Heilbronn

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