Nachkriegsmoderne kontrovers

Nachkriegsmoderne kontrovers

Olaf Gisbertz (Hrsg.)

Positionen der Gegenwart
Jovis-Verlag, Berlin/München 2012
208 Seiten mit über 120 Abbildungen und Zeichnungen, 16,5 x 24 cm

Preis: 32 EUR

ISBN 978-3-86859-122-4

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstand in Deutschland eine zeittypische Architektur, die heute als Nachkriegsmoderne bezeichnet wird. Ihr Erhaltenswert und ihre Qualität wird in Fachkreisen seit Jahren kontrovers diskutiert. Vielfach geht es darum, ob sich bei den herausragenden Bauten der 1950er und 1960er Jahre Bezüge zur klassischen Moderne herstellen lassen oder nicht. Dabei lenkt der Architekturdiskurs jedoch nicht nur den Blick auf die bauhistorische Einordnung, sondern auch auf die vielerorts vergessenen gestalterischen und städtebaulichen Qualitäten dieser Bauepoche und deren Denkmalwert. Im Buch Nachkriegsmoderne kontrovers hat Herausgeber Olaf Gisbertz verschiedene Positionen zusammengestellt.

Aus dem Inhalt:

  • Olaf Gisbertz: Nachkriegsmoderne und Architekturkritik
  • Wolfgang Pehnt: Die 1968er Jahre und die Architektur
  • Ira Mazzoni: Universitätsbauten der Nachkriegsmoderne im Rahmen aktueller städtebaulicher Überlegungen
  • Karin Wilhelm: Das Hochschulforum von F. W. Krämer als programmatische Stadtraumfigur
  • Frederik Siekmann: Der Hochhaus der TU Braunschweig von Dieter Oesterlen
  • Carl Zillich: Nachkriegsmoderne weiterdenken!
  • Berthold Burkhardt: Bautechnologien der Nachkriegsarchitektur
  • Oskar Spital-Frenking: Denkmal- und Klimaschutz mit transdisziplinären Konzepten vereinen
  • Astrid Hansen: Chancen eines denkmalgerechten Umgangs mit der Nachkriegsmoderne
Die Publikation umfasst eine fachliche Auseinandersetzung zahlreicher Architekturhistoriker und -kritiker mit vielen unterschiedlichen Aspekten des kulturellen baulichen Erbes der Nachkriegszeit. Sie ist lesenswert für alle, die sich für Architekturtheorie, Bauhistorik und Denkmalschutz interessieren.

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Dass in den 1950er-Jahren nicht nur schmucklose Bauten entstanden, zeigt das unter Denkmalschutz stehende Ignatius-Haus in Berlin-Charlottenburg. Es wurde 1956-57 nach einem Entwurf von Johannes Jackel als Ordenshaus errichtet und dient heute als Hotel.

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