Nachbericht Urban Utopia Conference 2025
Pflanzen und die Stadt von morgen
Im Juli 2025 war die vorwiegend unter Partygästen, Tourist*innen und Kulturschaffenden beliebte Berliner Adresse, Holzmarkt 25, Austragungsort einer besonderen Veranstaltung: Die erste Urban Utopia Conference versammelte über zwei Tage hinweg Fachleute aus Architektur, Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Kunst, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft zu einem transdisziplinären Dialog über die Rolle von Pflanzen in der Stadt. Dabei standen neben klassische Vorträge auch zahlreiche Workshops und Hands-on-Formate im Mittelpunkt.
Klangkonzept
Bereits das Eröffnungsprogramm am Donnerstagnachmittag deutete an, dass Urban Utopia keine klassische Fachkonferenz ist. Nach einem Rundgang über das Gelände und einem ersten Get-together mit Kombucha auf der Dachterrasse, folgte die Auftaktrede des Gründers Paul Baumann. Neben warmen Willkommensworten, griff er zur Gitarre und begrüßte seine Unterstützer*innen und das Publikum mit Gesang.
Danach übernahmen die ersten Referent*innen die Bühne: Britta Behrendt (Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt in der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Beate Reuber (Grün Berlin) und Autor Bernhard Kegel leiteten die Konferenz mit teils persönlichen Beiträgen ein. Dabei zog sich vor allem eine Botschaft durch: Wir müssen weg von der Panik, hin zur Zuversicht und gemeinsam ins Handeln kommen. Es folgte eine weitere Klangeinlage, dieses Mal vom Musiker Paul Krüger. Seine Live-Perfomance Plantronica macht die Kommunikation von Pflanzen akustisch erfahrbar. Der Abend endete, mit dem Dokumentarfilm Natura Urbana.
Panels und Pitches
Mit einem Vortrag über die nonverbale Kommunikation von Pflanzen machte Dr. Hildegard Kurt den Auftakt am Freitagmorgen. Über den Tag verteilt gab es Panels, Best Cases Vorträge und Workshops, die Fragen rund um urbane Ernährungssysteme, klimaangepasste Architektur, Stadtökologie, partizipative Begrünungsprojekte und neue Geschäftsmodelle diskutierten: ob essbare Gebäudebegrünung, Tiny Forests nach der Miyawaki-Methode, grüne Autobahndeckel oder modulare Pflanzsysteme wie den Pioneer Units. Workshops zur Grünen Apotheke der Stadt oder das Houseplant-repotting von Balconeria schlugen die Brücke zwischen Theorie und Alltag.
Parallel zum Konferenzgeschehen bereicherte der niederländische Künstler Rombout Oomen die Veranstaltung mit seiner Serie His Paradise Garden: mit Öl gemalte Blumenstudien, die den thematischen Pflanzenfokus weitertrugen. Im The Founder’s Circle teilten Gründer*innen ihre Erfahrungen zu Finanzierung und Skalierung im Pflanzenbusiness. Daneben präsentierten verschiedene Initiativen wie Expo 2035, Dycle Diaper Cycle oder Cubes Circle ihre Vorstellungen und Lösungsansätze für eine klimagerechte Stadtentwicklung.
Abschluss mit Ausblick
Die Konferenz endete mit einer feierlichen Abschlusszeremonie inklusive Rückblick und dem Beitrag Ein besonderer Typus urbaner Freiräume über den Holzmarkt selbst. Es scheint, dass hier ein neues Konferenzformat entstanden ist, das Austausch auf eine neuen und außergewöhnlichen, aber in jedem Fall berührende Weise ermöglicht. Und die Fortsetzung folgt: Am 9. und 10. Juli 2026 wird die Urban Utopia Conference zum zweiten Mal stattfinden.
Fachwissen zum Thema
Surftipps
Optigrün international AG | Kontakt +49 7576 772-0 | www.optigruen.de