Modulbausystem für den Geschosswohnungsbau

Stark verkürzte Bauzeit und flexible Grundrisse

Der modulare Geschosswohnungsbau gewinnt an Bedeutung, wenn es um die Beschaffung von bezahlbarem und dringend benötigtem Wohnraum geht. Das bayrische Unternehmen Bauer Holzsysteme hat mit der Variahome G Serie ein Modulbaukonzept aus Massivholz entwickelt, das sich insbesondere für den mehrgeschossigen Wohnungsbau eignet. Die Module lassen sich mit anderen Produktserien von Variahome kombinieren, sodass unterschiedliche Wohnungsgrößen von Ein- bis Vierzimmerwohnungen mit Wohnflächen von 25 bis 95 Quadratmetern und einer Raumhöhe von 2,50 Metern möglich sind. Es lassen sich Gebäude mit bis zu acht Geschossen realisieren.

Großformatige Fenster sorgen für reichlich Tageslicht im Innenraum.
Die Produktion der Module erfolgt nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip: Sämtliche Bauteile können später rückgebaut und wiederverwendet werden.

Bei Verlassen des Werkes sind die Module mit der entsprechenden Gebäudetechnik, dem Innenausbau und der Fassade ausgestattet. Am vorgesehenen Standort werden Bodenplatte, Tiefgarage oder Fundamentierung erstellt. Vor Ort werden die Module aufgestellt und zum bezugsfertigen Gebäude verbunden. Der Aufbau erfolgt in wenigen Tagen. Herkömmliche Bauzeiten können dadurch um 80 bis 90 Prozent reduziert werden.

Für die Fassade kommt in der Standardausführung eine vorvergraute Doppel-Rhombusschalung aus Fichte zum Einsatz. Gedämmt wird die Massivholz-Kreuzlagenwand mit außenliegender Holzfaserdämmung. Das Holz sorgt für ein angenehmes Raumklima. Bei der Grundrissgestaltung ermöglicht der modulare Wohnungsbau hohe Flexibilität, da die statischen Lasten über die Außenwände abgetragen werden. Die ­Wohnungen der G-Serie sind mit großen Fensterflächen, einer offenen Küche, Parkett, Fußbodenheizung, elektrischen Roll­läden, einem Aufzug sowie Gartenterrasse oder Balkon ausgestattet.

Die eingesetzten Produkte unterliegen einer ständigen baubiologischen Überprüfung. Die Produktion der Module erfolgt nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. So können alle Teile später sortenrein rückgebaut und wiederverwendet werden. Die Modulserie ist als sogenanntes Green Building nach dem KfW-55-Energieeffi­zienzstandard entwickelt und geplant. Bei der Übergabe erhält der Bauherr ein Zertifikat über die Klimaneutralität des Gebäudes. Die Auslieferung ist auch als Effizienzmodul entsprechend den Standards KfW 40, KfW 40 Plus oder als Passivhaus möglich.

Hersteller: Bauer Holzbausysteme, Neusäß

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Fassade in Holztafelbauweise beim temporären Holzbau B-Part am Gleisdreieck in Berlin (Scharabi Architekten, 2019)

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Holz ist anisotrop, das heißt seine Eigenschaften unterscheiden sich stark in Abhängigkeit von der Faserrichtung.

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Die Präzision des Bauens nimmt mit der Vorfertigung erheblich zu (Abb.: Firmensitz Flexim in Berlin-Marzahn, geplant von ZRS Architekten Ingenieure).

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Beim Impulszentrum Reininghausgründe in Graz von 2004 (Architekt Hubert Rieß) wurden die Großraumbüros eines Gründerzentrums jeweils aus zwei Raumzellen zusammengesetzt, deren Decken einseitig auf Trägern und Stützen aufliegen.

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