Mexico Modern
Architecture and Interiors
Rizzoli, New York 2026
348 Seiten, Vollfarbe
Format 26,7 x 29,2 cm, Hardcover
Sprache: Englisch
Preis: 65 USD
ISBN 978-0-8478-7639-6
Leuchtende Farben, monolithische Formen aus lokalen Materialien sowie offene Innenhöfe mit Wasserbecken und üppiger Vegetation: Mexiko inspiriert. Das architektonische Erbe des Landes – von der Moderne bis hin zu zeitgenössischen Projekten – zeigt, wie sensibel hier auf Klima, Ort und kulturelle Kontexte reagiert wird. Einer Auswahl widmet sich die Innenarchitektin und Autorin Tami Christiansen in ihrem Buch Mexico Modern Architecture and Interiors.
Der umfangreiche Bildband versammelt Arbeiten prägender Architekten wie Agustín Hernández Navarro, Luis Barragán und Javier Senosiain ebenso wie Projekte jüngerer Planer*innen. Sie zeigen unterschiedliche Weisen, mit dem tropischen Klima umzugehen. Im Vorwort hebt Eugenio López Alonso, Präsident der Fundación Jumex Arte Contemporáneo, die enge Verbindung von Architektur und Natur hervor: Die ausgesuchten Gebäude integrieren sich in ihre Umgebung, unter anderem durch den Einsatz lokaler Materialien wie Lehm, Naturstein oder Holz. Diese Materialwahl sei nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch ein kulturell verbindendes Element. Besondere Bedeutung komme außerdem dem Sonnenlicht zu, das über Höfe, Gitterstrukturen und Oberlichter gelenkt und inszeniert wird und so die Räume atmosphärisch auflädt.
Die Bauwerke sind den Kapiteln Iconic, Country, City und Beach zugeordnet. Ein einführender Text ordnet jeweils Entwurf, Architekt*in und Kontext ein, bevor großformatige, vielfach doppelseitige Fotografien die räumlichen Qualitäten der Bauten erfahrbar machen. Im Kapitel Iconic sind zentrale Werke der mexikanischen Moderne versammelt, darunter die Cuadra San Cristóbal von Luis Barragán in Atizapán de Zaragoza. Knallige Farben, Innenhöfe und Wasserflächen kennzeichnen das introvertierte, atmosphärische Raumgefüge, das Rückzugsmöglichkeiten und Kühlung gleichermaßen bietet.
Die zeitgenössischen Bauten zeigen etwa, wie massive Wände oder der Verzicht auf Verglasungen vor Hitze schützen. Beispiele dafür sind die Casa Viento von Aranza de Ariño oder die Casa Naila von BAAQ, bei denen Innen- und Außenraum fließend ineinander übergehen und eine dauerhafte Querlüftung für Abkühlung sorgt. Bewegliche Falt- und Schiebeläden aus Holz ermöglichen eine flexible Verschattung und regulieren die Sonneneinstrahlung, während sie zugleich differenzierte Lichtstimmungen erzeugen. Die Materialien blieben absichtlich roh und verstärken so den unmittelbaren Bezug zur umgebenden Natur.
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