Looking for the Voids

Looking for the Voids

Géraldine Borio

Learning from Asia’s Liminal Urban Spaces as a Foundation to Expand an Architectural Practice
Park Books, Berlin 2023
220 Seiten, Spiralbindung mit Pappumschlag
Texte in englischer Sprache

Preis: 38 EUR

ISBN 978-3-03860-297-2

Der Recherchebericht der Schweizer Architektin Géraldine Borio behandelt Voids (Leerstellen), Gaps (Lücken und Spalten) sowie Boundaries (Grenzen und Schranken) in den drei asiatischen Metropolen Bangkok, Hongkong und Seoul. Borio beschäftigt sich mit Zwischen- und Schwellenräumen zwischen dem Hausinneren und einer Gasse, halböffentlichen Eingangsbereichen, provisorischen Schatten- und Regenschutz-Installationen in Parks, Grünanlagen und ähnlichen Situationen.

Ihr Augenmerk liegt dabei auf der temporären, flüchtigen, aber auch ambivalenten Raumaneignung zwischen innen und außen, öffentlich und privat, formell und informell. Mit Fotografien, Tabellen, Lageplänen und Prinzipzeichnungen dokumentiert sie sowohl vorgefundene als auch selbst gestaltete Raumaneignungen wie beispielsweise:

  • ein sehr breites Vordach eines Eingangs zur Schaffung eines gemeinschaftlichen Sitzbereichs
  • vor Fenstern und Türen vorgesetzte Kästen à la übergroßen Sitzlaibungen
  • eine breite Fensterbrüstung als Tresen einer Teestube
  • ein Regal als Schaufenster, das gleichzeitig als Sichtschutz und Wand bei einer offenen Werkstatt dient
  • ein geschlossenes Rolltor, das als Leinwand eines Open-Air-Kinos mit zahlreichen Klapphockern in einer Gasse genutzt wird
Borio erläutert am Beispiel eines kleinen Ladens in einer Gasse in Sham Shui Po, Hongkong: „A space is not perceived as a static zone where functions and goods accumulate but one that expands and retracts across its boundaries and interacts with the city. Borrowing, exchanging, and sharing space, functions, and items impact the conception of space. Expanding boundaries in this way allows us to optimize the actual indoor area and promotes expansion as the self ramifies to the outdoor.

(deutsche Übersetzung: „Ein Raum wird nicht als statische Zone wahrgenommen, in der sich Funktionen und Güter ansammeln, sondern als eine Zone, die sich über ihre Grenzen hinweg ausdehnt und zusammenzieht und mit der Stadt interagiert. Das Ausleihen, Tauschen und Teilen von Raum, Funktionen und Gegenständen beeinflusst die Vorstellung von Raum. Dieses Erweitern der Grenzen erlaubt es uns, den tatsächlichen Innenbereich zu optimieren und zu erweitern, wenn er sich nach außen verästelt.“)

Fachwissen zum Thema

Sitzlaibung in einem Schaufenster, Berlin-Mitte

Sitzlaibung in einem Schaufenster, Berlin-Mitte

Konstruktion/​Funktion

Sitzlaibung

Ein Vordach ist ein auskragender Unterstand und als Bestandteil eines Hauseingangs äußerst praktisch. Es schützt sowohl die hinein- und herausgehenden Bewohner respektive Nutzer als auch die Tür mitsamt Eingangsbereich vor Witterung wie Regen und Schnee. Im Bild: Jugendstil-Vordach in Lissabon, Portugal

Ein Vordach ist ein auskragender Unterstand und als Bestandteil eines Hauseingangs äußerst praktisch. Es schützt sowohl die hinein- und herausgehenden Bewohner respektive Nutzer als auch die Tür mitsamt Eingangsbereich vor Witterung wie Regen und Schnee. Im Bild: Jugendstil-Vordach in Lissabon, Portugal

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Vordach

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