LENOZ: Luxemburgisches Nachhaltigkeitszertifikat

Lëtzebuerger Nohaltegkeets Zertifizéierung

Um die ökologischen Qualitäten von Gebäuden vergleichbar zu machen, haben viele Länder eigene Bewertungssysteme eingeführt. Seit 2017 gibt es in Luxemburg für Wohngebäude das Zertifizierungssystem LENOZ – Lëtzebuerger Nohaltegkeets Zertifizéierung, das nicht nur für Neubauten, sondern auch für energetische Sanierungen anwendbar ist. Das Zertifikat enthält die Bewertung der Nachhaltigkeit auf Grundlage von sechs Kategorien:

  • Standort
  • Gesellschaft
  • Ökonomie
  • Ökologie
  • Gebäude & Technik
  • Funktion

Die sechs Kategorien sind in 37 Themenbereiche unterteilt, sie umfassen insgesamt 143 Kriterien. Das Ergebnis der Bewertung dieser Kriterien wird in vier Nachhaltigkeitsklassen angegeben, symbolisiert durch Blätter. Das erreichbare Maximum entspricht der Klasse 1, ausgezeichnet mit vier Blättern. Damit ein Gebäude diese Auszeichnung erhält, muss es die geforderten Werte zu mindestens 85 Prozent erfüllen (die folgenden Abstufungen lauten für drei Blätter mind. 70, für zwei Blätter 55 und für ein Blatt 40%). In jeder Kategorie sind zudem grundsätzlich Mindestwerte zu erzielen.

Die Luxemburger Nachhaltigkeitszertifizierung unterliegt dem Wohnbauministerium. Das Bewusstsein für Nachhaltiges Wohnen soll gefördert und die Transparenz des Immobilienmarktes geschärft werden. Potenzielle Käufer können sich auf diesem Weg schnell über Nachhaltigkeit und Energieeffizienz einer Immobilie informieren. Die Zertifizierung ist freiwillig. Wer eine staatliche Förderung für Neubauten erhalten will, muss jedoch bei einer Auswahl von Kriterien ein bestimmtes Ergebnis erzielen.

Fachwissen zum Thema

Zur sozio-kulturellen Bewertung gehören ästhetische und gestalterische Faktoren, aber auch Behaglichkeit und Gesundheitsschutz (im Bild: Modernisierung eines Wohnquartiers aus den 1930er Jahren in Hamburg-Wilhelmsburg, Architektur: kfs - krause feyerabend sippel partnerschaft, Lübeck).

Zur sozio-kulturellen Bewertung gehören ästhetische und gestalterische Faktoren, aber auch Behaglichkeit und Gesundheitsschutz (im Bild: Modernisierung eines Wohnquartiers aus den 1930er Jahren in Hamburg-Wilhelmsburg, Architektur: kfs - krause feyerabend sippel partnerschaft, Lübeck).

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