Leitungsnetz der BMA

Je nach Bauart der Zentrale erfolgt die Verkabelung der Meldeleitungen in sternförmigen Stichen oder in geschlossenen Ringen. An eine Stichleitung dürfen maximal 10 Handfeuermelder oder 32 automatische Melder angeschlossen werden. Auf einer Ringleitung können über 100 Busteilnehmer (Handfeuermelder, automatische Melder, Koppler, Signalgeber) angeschlossen werden. Ringleitungen haben den großen Vorteil, dass bei einer Störung (Kurzschluss oder Unterbrechung der Leitung) der Ring automatisch geöffnet wird und die verbleibenden Leitungen ohne funktionale Einschränkungen im Stich weiter betrieben werden können.

Da Brandmeldeleitungen nur geringe Datenmengen und wenig Energie übertragen, können einfach geschirmte Fernmeldeleitungen (2x2x0,6mm bzw. 2x2x0,8 mm verwendet werden. Obwohl normativ nicht festgeschrieben, haben sich in der Praxis Leitungen mit rotem Mantel durchgesetzt.

Bei einem realen Brand darf es nicht passieren, dass die BMA den Brand nicht erkennt., weil die Leitungen durch das Brandereignis zerstört wurden. Bei Anlagen der Kategorie 1 kann man davon ausgehen, dass die automatischen Melder den Brand erkennen, bevor die Temperatur so hoch wird, dass die Verbindung zur Zentrale beschädigt wird. Hier sind keine besonderen Maßnahmen für die Meldeleitungen erforderlich. Wenn Meldeleitungen in nicht überwachten, aber brandgefährdeten Bereichen verlegt werden, muss mehr getan werden.

Bewährte Möglichkeiten sind:

  • Verlegung von Leitungen mit Funktionserhalt im Brandfall. Das kann durch spezielle Leitungen mit integriertem Funktionserhalt und zugelassenen Verlegesystem oder durch die brandschutztechnisch geschützte Verlegung normaler Leitungen erfolgen.
  • Verwendung von Ringleitungen mit Trennelementen und brandschutztechnisch getrennte Verlegung der Hin- und Rückleitungen. Wenn ein Teil des Ringes durch Brandeinwirkung beschädigt wird, öffnen die Trennelemente und lösen den beschädigten Teil aus dem Ring. Die verbleibenden Leitungen werden ohne funktionelle Einschränkung im Stich weiterbetrieben

Wenn die BMA auch die Aufgabe der internen Alarmierung übernimmt, können höhere Anforderungen bestehen. Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik Alarmierungsanlagen.

Leitungen, die von außen ins Gebäude führen oder aus anderen Gebäuden kommen, sind vor Überspannungen (z. B. durch Blitzschlag) zu schützen.

Führen Brandmeldeleitungen durch gemeinsame Verteiler, die auch für andere Anlagen genutzt werden, sind die Klemmen für die Brandmeldetechnik rot zu kennzeichnen.

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