La Vecindad Plaza Mafalda in Buenos Aires

Fensterbänder und Aluminium-Wellblech

Palermo – so heißt nicht nur die Hauptstadt Siziliens, sondern auch der größte Stadtteil von Buenos Aires. Eine Schnittstelle zwischen dem Partyviertel Palermo Hollywood und den westlich angrenzenden Wohnquartieren des Nachbarstadtteils Colegiales bildet die parkartige Placa Mafalda. An der Westseite des Platzes wurde ein Apartmenthaus nach Entwürfen des ortsansässigen Büros Adamo-Faiden realisiert.

Der Bau liegt an der parkartigen Placa Mafalda.
Der viergeschossige Riegel hat eine rund 40 Meter lange Straßenfront.
Die Schmalseiten sind weitgehend geschlossen.

Aus dem schmalen Grundstückszuschnitt resultierte die Entscheidung für einen Riegel von rund 40 x 10 Metern mit insgesamt vier Wohngeschossen zuzüglich Dachterrasse. Die insgesamt dreizehn Wohnungen sind als zwei übereinandergelegte Maisonette-Reihungen organisiert. Die unteren Einheiten im Hochparterre und ersten Obergeschoss haben direkte Zugänge zur Tiefgarage, straßenseitige Minigärten und rückwärtig hofartige Terrassen, während den oberen Maisonetten über die gesamte Fläche begrünte Dachgärten zugeordnet sind.

Ein ungewöhnliches Querschnittsprofil des Wohnriegels ergibt sich aus leichten Verschiebungen der Geschosse gegeneinander. So ragt das erste Obergeschoss straßenseitig rund ein Meter über das Hochparterre hinaus, wodurch die Fensterfronten zu den Minigärten eine Art Vordach erhalten. Während das schon zur oberen Maisonette gehörende zweite Obergeschoss im Profil dem ersten folgt, springen das dritte Obergeschoss und die darüberliegenden Dachgärten wieder leicht zurück. Daraus resultieren straßenseitig im dritten Obergeschoss Pflanzbeete vor den Fenstern und hofseitig eine schmale, vom Dachgarten überdeckte Balkonzone.

Fassade aus Aluminiumblech, Glas, Beton und Stahlgitter

Die rund 40 Meter lange Platzfassade ist geprägt von den Horizontalen durchlaufender Bandfernster. Die straßenseitigen Fassenflächen zwischen den Fensterbändern und die bis auf drei schmale, vertikale Klappfenster geschlossenen Wandschotten der Schmalseiten sind mit filigran gewelltem, stehend montiertem Aluminiumblech vor EPS-Dämmung verkleidet. Dagegen ist der Sockel der straßenseitig belüfteten Tiefgarage mit dunklen, horizontal angeordneten Lamellen abgesetzt.

Die bodentiefen Glasfronten zu Gärten und Terrassen im Hochparterre sind als Schiebeelemente ausgebildet. Die straßenseitigen Betonbrüstungen sind L-förmig nach außen abgeknickt, wodurch sich tiefe Laibungen mit der innenseitigen Verglasungsebene und außenliegenden Metalljalousien ergeben. Die Garteneinzäunungen sowie die Absturzsicherungen der rückwärtigen Balkone und der Dachgärten bestehen aus grau gefassten, gerahmten Stahlgittermatten.

Bautafel

Architektur: Adamo-Faiden Architects, Buenos Aires
Projektbeteiligte: Sebastián Adamo, Marcelo Faiden, Javier Gomez. Sofia Harsich. Esteban Lamm. Pedro Magnasco (Projektteam); AHFsa (Alberto Fainstein); Buenos Aires (Tragstruktur); Daniel Gatti (Elektroplanung); Julio Blanco (TGA-Planunng); Errecon, Buenos Aires (Projektmanagement)
Bauherr/in: Compañía de Inversión y Desarrollo, Buenos Aires
Fertigstellung: 2018
Standort: Gral. Enrique Martínez 205, Colegiales, 1425 Buenos Aires, Argentinien
Bildnachweis: Javier Agustín Rojas, Buenos Aires; Adamo-Faiden Architects, Buenos Aires


Fachwissen zum Thema

Aluminiumrauten als Fassadenverkleidung beim Tower Horw. Architektur: Tilla Theus und Partner, Zürich

Aluminiumrauten als Fassadenverkleidung beim Tower Horw. Architektur: Tilla Theus und Partner, Zürich

Materialien

Aluminium

Goldfarben eloxiertes Aluminium am Berliner Axel-Springer-Hochhaus (1965), Architekten Melchiorre Bega, Gino Franzi, Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller

Goldfarben eloxiertes Aluminium am Berliner Axel-Springer-Hochhaus (1965), Architekten Melchiorre Bega, Gino Franzi, Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller

Materialien

Aluminium: Oberflächenbehandlung

Vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus Titanzinkblech am Jüdischen Museum, Berlin (Beispiel leichte Bekleidungselemente)

Vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus Titanzinkblech am Jüdischen Museum, Berlin (Beispiel leichte Bekleidungselemente)

Fassadenelemente

Bekleidungselemente

Holzfenster in Bruno Tauts Wohnsiedlung Onkel Toms Hütte in Berlin-Zehlendorf. Kennzeichnend für das Neue Bauen sind die Fenster in liegender Ausrichtung.

Holzfenster in Bruno Tauts Wohnsiedlung Onkel Toms Hütte in Berlin-Zehlendorf. Kennzeichnend für das Neue Bauen sind die Fenster in liegender Ausrichtung.

Fassadenelemente

Fenster

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Fassade sponsored by:
MHZ Hachtel GmbH & Co. KG
Kontakt  0711 / 9751-0 | info@mhz.de