Kulturlandschaften

Eine Kulturlandschaft bezeichnet eine Landschaftsform, die durch langfristige Wechselwirkungen zwischen menschlicher Tätigkeit und natürlichen Gegebenheiten geformt wurde. Diese Art der Umgebung steht in einem komplementären Spannungsverhältnis zur sogenannten Naturlandschaft, die als theoretisches Gegenmodell verstanden wird – als Landschaft, die (weitgehend) unbeeinflusst vom Menschen existiert. Diese Dichotomie ist jedoch in Zeiten des Anthropozäns zunehmend kritisch zu hinterfragen, da menschliche Einflüsse heute global wirksam sind.

Im wissenschaftlichen und kulturpolitischen Diskurs wird die Kulturlandschaft als Ausdruck einer tiefgreifenden, historisch gewachsenen Beziehung zwischen Gesellschaften und ihrer Umwelt verstanden.
Dabei ist die Landwirtschaft ein prägender Bestandteil der Kulturlandschaft.
Parks sind bewusst gestaltete Kulturlandschaften.

Im wissenschaftlichen und kulturpolitischen Diskurs, etwa bei der UNESCO, wird die Kulturlandschaft als Ausdruck einer tiefgreifenden, historisch gewachsenen Beziehung zwischen Gesellschaften und ihrer Umwelt verstanden. Sie gilt dort als kulturelles Erbe, das aus dem Zusammenspiel natürlicher Gegebenheiten und menschlicher Gestaltungskraft hervorgegangen ist.

Die UNESCO unterscheidet drei Typen von Kulturlandschaften:

  • Gestaltete Kulturlandschaften, die auf bewusster Planung beruhen (z. B. Parks, Gärten)
  • Organisch gewachsene Landschaften, die sich über lange Zeiträume unter kulturellem Einfluss entwickelt haben,
  • Assoziative Landschaften, die vor allem durch symbolische, spirituelle oder kulturelle Zuschreibungen bedeutungsvoll sind

Kulturlandschaften können urbane Räume, Industrielandschaften oder agrarisch geprägte Regionen umfassen – je nach Definitionsrahmen. Häufig wird der Begriff dann verwendet, wenn der historisch gewachsene Charakter und die Verbindung zu spezifischen landwirtschaftlichen oder siedlungsbezogenen Nutzungstraditionen im Vordergrund stehen.

Als Beispiele für international anerkannte Kulturlandschaften gelten etwa das Erzgebirge (Deutschland), das palästinensische Battir bei Jerusalem – bekannt für seine antiken Terrassensysteme und Olivenhaine – oder das kulturell bedeutsame Meeresareal Papahānaumokuākea in der pazifischen Inselwelt der USA. Diese Landschaften verdeutlichen die kulturelle Diversität und ökologische Bedeutung von Lebensräumen, die aus dem Zusammenspiel von Natur und Kultur hervorgegangen sind.

Fachwissen zum Thema

Küstenregionen und kleinbäuerliche Landwirtschaft sind besonders stark von den Folgen der Klimakrise betroffen.

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Grundlagen

Anthropogener Klimawandel, Klimaanpassung und Gebäudegrün

Ruderalvegetation leitet sich vom lateinischen rudus ab, das übersetzt Schutt, Schotter oder Unrat bedeutet und auf menschengemachte Brachen wie Baustellen und Straßenränder verweist.

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Urban Green

Ruderal- und Pioniervegetation

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