Kostenoptimiertes und typisiertes Bauen mit Mauerwerk

Heft 5 der DAfM-Schriftenreihe

Laut einer aktuellen Studie der Hans-Böckler-Stiftung fehlen in Deutschland 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen. Als bezahlbar gelten Wohnungen, deren Warmmiete weniger als ein Drittel des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht – bei einem Nettoeinkommen von 2.200 Euro wären das 660 Euro Warmmiete. Derart günstige Mietpreise lassen sich allerdings mit den aktuellen Erstellungskosten von 2.100 bis 5.000 Euro pro Quadratmeter nicht mehr realisieren. Könnte typisierter Geschosswohnungsbau aus Mauerwerk eine Lösung sein? Dies hat die „Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen“ im Auftrag des Deutschen Ausschuss für Mauerwerk DAfM untersucht. Die Ergebnisse sind in Heft 5 der DAfM-Schriftenreihe Kostenoptimiertes und typisiertes Bauen mit Mauerwerk im Geschosswohnungsbau zusammengefasst.

Zurzeit werden neunzig Prozent der Geschosswohnungsbauten in Deutschland nach individuellen Planungen errichtet und sind damit entsprechend kostenintensiv. Standardisiertes Bauen könnte hier zu deutlichen Kosteneinsparungen führen. Jedoch assoziieren viele Leute diese Lösung mit der wenig Ansehen genießenden Plattenbauweise aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Mittlerweile seien jedoch sehr differenzierte Standardisierungslösungen möglich, die wirtschaftlich und architektonisch überzeugen, meint Dr. Roland Rast, Vorstandsvorsitzender des DAfM. Neben einer detaillierten Analyse der aktuellen Baukosten zeigt die Publikation Potenziale und Grenzen unterschiedlicher, standardisierter Bauweisen auf. Es werden individualisierte, serielle und typisierte Geschosswohnungsbauten einander gegenübergestellt und die jeweiligen Bauwerkskosten verglichen. Demnach ist mit 2.300 Euro pro Quadratmeter das individuelle Gebäude erwartungsgemäß am teuersten, das seriell gefertigte liegt mit 2.080 Euro für den Quadratmeter im Mittelfeld. Besonders kostengünstig zeigt sich der typisierte Mauerwerksbau mit 1. 950 Euro pro Quadratmeter.

Die Broschüre kann zum Preis von 9,90 Euro auf der Webseite des Herausgebers bestellt werden (siehe Surftipps).

Herausgeber: Deutscher Ausschuss für Mauerwerk, Berlin

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