Klönschnacktür

Zwei Flügel durch horizontale Teilung

Wie der Name, der aus dem Plattdeutschen stammt, vermuten lässt, sind Klönschnacktüren besonders häufig in Ost- und Nordfriesland sowie im südlichen Skandinavien als Hauseingangstüren zu finden. Das Türblatt ist in der Mitte horizontal geteilt in zwei Flügel. Wenn der obere Flügel wie bei einem Fenster geöffnet und der untere Flügel wie eine Brüstung feststeht bzw. geschlossen ist, können sich die Bewohner bequem hinausbeugen und mit Nachbarn und Passanten plaudern (klönen und schnacken). Die beiden Flügel lassen sich von innen mit einem Hebel arretieren bzw. koppeln oder lösen, weshalb diese Türen außen meist Schlösser in beiden Flügelhälften haben. Der Türgriff bzw. Drücker sitzt höher als bei konventionellen Haustüren, weil er sich oberhalb der Trennfuge in der oberen Hälfte befindet.

Sie bestehen aus einem unterem und einem oberen Flügel, die unabhängig voneinander bewegt werden können (im Bild: Klönschnacktür des Heimatmuseums Eiderstedt in Sankt Peter-Ording, um 1752).
Der Türgriff bzw. Drücker sitzt höher als bei konventionellen Haustüren, weil er sich oberhalb der Trennfuge in der oberen Hälfte befindet.
Hölzerne Klönschnacktüren sind oft mit kunstvollen Schnitzereien, Lackierungen und Bemalungen verziert.

Hölzerne Klönschnacktüren sind oft mit kunstvollen Schnitzereien, Lackierungen und Bemalungen verziert und wirken eher tradionell Sie werden bis heute von Handwerksbetrieben als Sondertüren gefertigt. Im Prinzip sind sie sehr praktisch, denn sie ermöglichen Öffnung, Lüftung und Belichtung mit einem individuell gewünschten Grad an Privatsphäre. Da die Klönschnacktür geöffnet und gleichzeitig geschlossen sein kann, lässt sich zwar ein- und ausblicken, jedoch nicht unmittelbar hinein- und herausgehen, denn es gibt mit dem unteren Flügel eine subtile Schranke.

Typologisch sind Klönschnacktüren verwandt mit französischen Fenstertüren, bei denen allerdings ein feststehendes Gitter die Brüstung bildet, sowie ebenso mit landwirtschaftlichen Klapptoren und Stalltüren, zum Beispiel mit Paddocktüren in Pferdeställen.

Fachwissen zum Thema

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Mit der Bezeichnung Französisches Fenster wird präzise ausgedrückt ein Fenêtre Haussmannienne bezeichnet, also ein Fenstertyp, den Baron Georges-Eugène Haussmann Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris einführte und geradezu massenhaft einbauen ließ (im Bild: Französische Fenster als Drillinge mit schmaler Balkon-Variante).

Fensterarten

Französisches Fenster

Türen setzen sich aus dem oder mehreren Türblättern oder auch Flügeln, der Zarge als Wandhalterung, Beschlägen, Bändern, Griffen und Drückern als Verriegelungs- und Öffnungsmechanismen zusammen (im Bild: hölzerne Eingangstür, Altes Rathaus Potsdam, 1753-55).

Türen setzen sich aus dem oder mehreren Türblättern oder auch Flügeln, der Zarge als Wandhalterung, Beschlägen, Bändern, Griffen und Drückern als Verriegelungs- und Öffnungsmechanismen zusammen (im Bild: hölzerne Eingangstür, Altes Rathaus Potsdam, 1753-55).

Türarten

Türen

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