KIT Materialdatenbank

Wissen für nachhaltiges Bauen

Mit der Materialdatenbank bietet die Fakultät für Architektur des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) eine Online-Quelle zu Herkunft, Lebenszyklus und potenziellen Einsatzmöglichkeiten von Baustoffen. Die Datenbank ist aus der Materialbibliothek hervorgegangen, einer physischen Sammlung von Materialmustern auf dem Campus Süd der Hochschule. Diese soll Studierenden zur Veranschaulichung in der Materiallehre dienen und bei Übungs- und Entwurfsaufgaben unterstützen. Durch die Digitalisierung ist der umfassende, praxisorientierte Wissensschatz auch Interessierten außerhalb des KITs zugänglich.

Fokus Nachhaltigkeit

Die digitale Datenbank ermöglicht eine gezielte Recherche für Forschung und Entwurfsplanung. Sechs Materialschwerpunkte, 45 Materialklassifikationen, 12 Anwendungsfälle und 13 Ökologie-Merkmale helfen beim Filtern. Stand März 2026 gibt 124 Einträge. Den Forschungsschwerpunkten des KITs entsprechend finden sich in der Datenbank viele Materialien, die im Kontext von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft relevant sind, so etwa Naturfasern, biobasierte Verbundwerkstoffe und Sekundärrohstoffe. Sogar für die additive Fertigung (3D-Druck) sind Einträge vorhanden, beispielsweise Lehm- oder Recycling-Polymer-Gemische. 

Detaillierte Datenblätter

Zu den Materialien gehören jeweils ausführliche Materialdatenblätter. Diese liefern neben allgemeinen Informationen auch Hinweise zu Einsatzmöglichkeiten, materialtechnischen Eigenschaften (unter anderem Mechanik, Belastbarkeit, Thermodynamik), zur Herkunft und Herstellung sowie zu Umweltwirkungen und Nachhaltigkeit (Lebenszyklus, CO2-Bilanz, Kreislaufstatus). Die Datenblätter sind mit detaillierten Quellenangaben versehen und heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Deutschlandweites Netzwerk

Die Datenbank ist Teil der Materialbibliothek Deutscher Hochschulen (MDH), einem bundesweiten kooperativen Netzwerk von Materialbibliotheken an Architekturfakultäten. Die Vernetzung bündelt spezifische Fachkompetenzen und Forschungsschwerpunkte der teilnehmenden Hochschulen und macht das kollektive Wissen frei zugänglich.

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