Keypad

Zahlentastatur, schlüsselloser Zugang, Code

Eine elektronische Tastatur, die mit einem Türschloss verknüpft ist, ermöglicht das schlüssellose Öffnen von Türen. Genannt werden sie Keypad, Zahlenblock, Zahlenfeld, Tastenfeld, Tastaturfeld, Ziffernblock oder Zifferntastatur. Das englische Wort key bedeutet sowohl Schlüssel, Taste, Kennzahl als auch Code – all diese Funktionen vereint ein Keypad.

Das Tastenfeld enthält neben Zahlen meist weitere Tasten mit Zeichen und Symbolen.
Größter Vorteil der Keypads gegenüber herkömmlichen Schließanlagen ist der schlüssellose Zugang.
Diese Tasten sind in der Regel zu Gruppen sortiert. Blindtasten können die Geometrie vervollständigen oder später mit Funktionen belegt werden.

Einsatzbereich

Keypads finden sich vor allem an Hauseingangstüren von Büros, Arztpraxen oder Beherbergungsbetrieben. Sie sichern aber auch sensible Bereiche im Hausinneren vor unbefugtem Zutritt, beispielsweise zu Serverräumen, Aktenlagern, Medizin- und Haustechnik, im Krankenhaus zu OP-Bereichen und grundsätzlich zu Sicherheits- und Steuerungszentralen.

Tasten und Anordnung

Das Tastenfeld enthält neben den Zahlen 1 bis 9 oder 0 meist weitere Tasten mit Zeichen wie Stern (*), Raute (#), Symbole für Klingel, Schlüssel, Rücktaste oder ähnlichem. Einige Modelle bieten auch Hilfe- oder Alarmtasten. Die Tasten sind üblicherweise zu Gruppen von 3x3, 3x4 oder 4x4 angeordnet, ähnlich wie die Augen auf einem Würfel. Blindtasten können die Geometrie vervollständigen oder später mit Funktionen belegt werden.

Analog und digital

Die Tasten können analog sein, heißt: erhobene Felder, die in ihrer Mechanik einer Schreibmaschine oder einer Klaviertastatur ähneln. Sie unterscheiden sich damit von digitalen Tastaturen auf Bildschirmen wie Touchpads, bei denen erst durch Berührung das gesamte Tastenfeld erscheint und bedienbar ist.

Schlüsselloser Zugang, Code, Kontrolle

Der große Vorteil eines Keypads gegenüber einer herkömmlichen Schließanlage ist der schlüssellose Zugang. Statt eine bestimmte Anzahl von Schlüssel zu fertigen und auszuhändigen, genügt ein Code, der oft digital per E-Mail oder SMS übermittelt wird. Schlüsselboxen werden überflüssig.

Die Codes lassen sich zeitlich begrenzen sowie für genau definierte Uhrzeiten festlegen – beispielsweise bei temporär mietbaren Co-Working-Spaces, für Reinigungspersonal oder Hotel- oder Hostelgäste. Über die elektronische Erfassung der Codes lässt sich genau nachvollziehen und kontrollieren, welche Personen zu welchen Zeiten das Gebäude oder dessen Bereiche betreten haben. Zusätzliche Sicherheit bieten Fingerabdruckscanner oder Iris-Erkennung. Die an James-Bond-Filme erinnernden biometrischen Kontrollen sind inzwischen als Code-unabhängige Sensorsysteme auf dem Markt erhältlich.

Die Energieversorgung kann über einen Stromanschluss oder über Batterien erfolgen. Als smarte Elemente der Gebäudesteuerung sind Keypads häufig mit Videoüberwachung, Bewegungsmeldern, automatischer Belichtung und Gegensprechanlagen verbunden.

Gestaltung

Im besten Fall fügen sich Keypads harmonisch in die Architektur ein. Durchdachte Proportionen, Materialwahl, Farben und Beleuchtung machen sie zu einem integralen Bestandteil des Eingangsbereichs, zusammen mit Klingeltableaus, Namens- und Firmenschildern.

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