Kalksandstein mit Recyclinganteil

KS-Kreislaufstein enthält bis zu 15 Prozent Abbruchmaterial

Nur wenn Produkte und Rohstoffe so lange wie möglich recycelt, aufgearbeitet und wiederverwendet werden, ist nachhaltiges Handeln und Wirtschaften möglich. Doch die Kreislaufwirtschaft schont nicht nur die natürlichen Ressourcen und die Umwelt, sie bietet auch wirtschaftliche Vorteile. Werden nicht immerzu neue Rohstoffe benötigt, weil man die alten wiederverwendet, sinkt die Abhängigkeit der Unternehmen von Rohstoffimporten. Die negativen Auswirkungen dieser Abhängigkeiten haben uns Pandemie und Ukraine-Krieg in den vergangenen Jahren deutlich vor Augen geführt. Deshalb arbeiten mittelständische KS-Original Hersteller an einem Verfahren zur Produktion von Kalksandsteinen mit sortenreinen Baurestmassen – mit Erfolg. Auf der Messe architect@work in Frankfurt im Dezember vergangenen Jahres stellte der Markenverbund erstmals seine KS-Kreislaufsteine vor.

Erstmals wurde der KS-Kreislaufstein im Dezember 2022 auf der Messe architect@work in Frankfurt vorgestellt.

Sein innovatives Potenzial ist dem weißen Mauerstein äußerlich nicht anzusehen. Dabei besteht er aktuell zu 10 bis 15 Prozent aus mineralischem Abbruchmaterial. Hierfür werden in Brechwerken zerkleinerte Kalksandsteine mit dem herkömmlichen Gemenge aus Sand, Kalk und Wasser vermischt. Die in den Produktionsprozess eingeführten Reststoffe können aus sortenreinem Rückbaumaterial von Bestandsgebäuden oder aus Reststoffen der eigenen Produktion bestehen. Der KS-Kreislaufstein benötigt zur Herstellung keinen veränderten Fertigungsablauf und ist mit einem herkömmlichen Kalksandstein in allen relevanten Eigenschaften identisch.

„Unser Ziel ist es, den Recyclinganteil im Produkt weiter zu erhöhen und den KS-Kreislaufstein bundesweit zur Realisierung nachhaltiger Gebäude anzubieten“, erklärt KS-Original-Geschäftsführer Peter Theissing. Darüber hinaus soll im Rahmen eines Pilotprojektes in Osnabrück, das in Kooperation mit dem Berliner Unternehmen Concular durchgeführt wird, die Wiederverwendung von rückgebautem Kalksandstein-Mauerwerk geprüft werden. Laut Theissing biete die funktionsgetrennte KS-Bauweise eine optimale Voraussetzung für eine sortenreine Trennung und anschließende Wiederverwertung der Baumaterialien. Wenn das Wiederverwertungspotenzial weiter ausgeschöpft würde, könne der Ressourcenverbrauch deutlich reduziert werden.

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