JU Basketball Park in China
Umgestaltung eines Platzes mit Treppenanlage in Yichang
Die Neugestaltung des JU Basketball Parks von HID Landscape Architecture im Herzen der chinesischen Millionenstadt Yichang macht Lust auf Orangen-Zitronenlimo. Natürlich ist das Design in Gelb und Orange, das an Segmente von Zitrusfrüchten erinnert, keine Werbung für Fanta und Co., sondern Anspielung auf die Mandarine, die von China aus in die ganze Welt verbreitet wurde. Ihre Bezeichnung leitete sich von den chinesischen Beamten ab, deren Gewänder eine ähnliche Farbe wie die Frucht hatten.
Vom Lost Space zum Treffpunkt für alle
Aber zurück zum Platz: Der Unterführungsbereich an der Development Avenue wurde früher aufgrund seiner halbkreisförmigen Tribüne mit zwölf Stufen, ähnlich einem Amphitheater, als Versammlungsort genutzt. Doch der wenig inklusive Ort, ohne Rampen und mit einem dunklen Tunnel an der Ostseite entwickelte sich immer mehr zu einer Gegend, die man besser mied. Nach seiner Umgestaltung ist er nun ein städtischer Raum für alle Altersgruppen, der zum Spielen, Begegnen und Verweilen einlädt.
Sport und Spiel
Die zentrale Fläche erhielt ein Basketballfeld, das durch das gelborange Zitrusspaltenmuster in drei Standard-Halbspielfelder geteilt wird. Daneben gibt es noch ein kreisrundes, kleineres Feld mit Basketballkörben in unterschiedlichen Höhen, damit auch Kinder ein paar Körbe werfen können. Für Kleinkinder gibt es zudem Rutschen, Trampoline und verschiedene Spielgeräte zum Klettern.
Die zwölfstufige Treppenanlage wird durch verschiedene Stadtmöbel zoniert: Die Sitzstufen sind teilweise mit Holz bekleidet, dann gibt es wiederum abgetrennte Sitzbereiche mit Armlehntischen sowie einen langen Tresen, an dem man wie an einem überdimensionierten Schreibtisch sitzen kann oder über den Getränke verkauft werden könnten. Ein Teil der Stufenanlage wurde zu einer Rampe umgebaut, um auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen einen bequemen Zugang zu ermöglichen.
Das farbenfrohe Design sowie die unterschiedlichen Ruhe- und Aktivitätszonen laden zur vielfältigen Aneignung des Platzes und der Treppen ein. Somit ist aus einem tristen Durchgangsort ein lebendiger, inklusiver Stadtraum geworden, der die Menschen wieder zusammenbringt.
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