Jaretti & Luzi

Casa dell’Obelisco,1954 – 1959
Piazza Statuto, Treppenhaus,1958 – 1959
Via Gorizia,1959 – 1968

Jaretti & Luzi

Bernd Schmutz und Dominik Fiederling (Hrsg.)

Wohnbauten in Turin 1954-1974
Park Books, Zürich 2024
Gebunden im Format 19 x 29,5 cm
306 Seiten, 126 farbige und 215 s/w-Abbildungen

Preis: 58,00 EUR

ISBN 978-3-03860-159-3

In nur zwei Jahrzehnten setzten die Turiner Architekten Sergio Jaretti und Elio Luzi dem Rationalismus der italienischen Moderne und dem standardisierten Massenwohnungsbau der Nachkriegsjahrzehnte ein verspieltes Werk von außergewöhnlichem Detailreichtum entgegen. Ihre eigenwilligen, zum Teil bewusst irritierenden Bauten lassen sich keinem bestimmten Stil zuordnen. Sie bewegen sich parallel zu den vorherrschenden Stilen der Zeit. Wenngleich ihre Architektur Anklänge an die organische Formensprache Antoni Gaudís oder Frank Lloyd Wrights erkennen lassen, sind ihre Gebäude geprägt von einer besonderen Eigensinnigkeit.


In der Zeit seines Bestehens von 1954 bis 1974 realisierte das Büro über 20 Bauwerke in und um Turin – ein Großteil davon Wohngebäude. Die Herausgeber Bernd Schmutz und Dominik Fiederling würdigen in der Monografie Jaretti & Luzi – Wohnbauten in Turin 1954-1974 erstmals das vielschichtige Gesamtwerk der bisher kaum publizierten Turiner Architekten. Zahlreiche Interviews und Gespräche mit Sergio Jaretti und seiner Familie, mit Andrea Luzi, dem Sohn von Elio Luzi, dem damaligen Bauunternehmer Bartolomeo Manolino, Statiker*innen, Historiker*innen und Freund*innen bilden die Grundlage der Publikation. Weiterhin kommen in dem Buch verschiedenen Positionen, zeitgenössischer Persönlichkeiten, wie Ernesto Nathan Rogers, Adam Caruso, Dirk Somers, Maria Barelli, Davide Rolfo und Aimaro Isola zu Wort.

Herzstück der Publikation sind die atmosphärischen Bildessays des dreiköpfigen Fotografenkollektivs The Pk. Odessa Co. Die Fotografien zeigen die Bauwerke nicht als für sich stehende Solitäre, sondern betten diese in den umgebenden Stadtraum ein. Ins Auge springen dabei die Aufnahmen der Eingangsbereiche und Treppenhäuser, die mit einer für Wohnhäuser eher untypischen Liebe zum Detail gestaltet wurden. Weiterhin enthält das Buch im Anhang neu gezeichnete Grundrisse sämtlicher vorgestellter Bauten und eine chronologische Übersicht der realisierten Projekte. -np

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Die lichte Durchgangshöhe ist das kleinste senkrechte Fertigmaß zwischen den Stufenvorderkanten und den Unterkante des darüberliegenden Treppenlaufs

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Im Rathaus in Berlin-Reinickendorf wird der Treppenraum als Ausstellungsraum genutzt

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