Illustrierte Geschichte des Zements und Betons

Illustrierte Geschichte des Zements und Betons

Rainer Nobis

Rainer Nobis (Selbstverlag) 2021
1. Auflage
312 Seiten, 230 x 297 mm, kartoniert

Preis: 39,50 EUR

ISBN 978-3-9822548-0-7

Von den ersten festen Behausungen bis zum Hochleistungsbeton: Die 2021 erschienene Illustrierte Geschichte des Zements und Betons von Rainer Nobis umfasst 40 Kapitel, in denen der Autor historischen Schauplätzen, prägenden Entdeckungen und sich verändernden Bautechniken nachspürt.

Der gelernte Bergbauingenieur war über 35 Jahre in der Baustoffindustrie und im Anlagenbau tätig, vor allem in Managementpositionen bei Heidelberg Cement. Noch heute berät er einzelne Unternehmen in technischen Fragen. Das umfangreiche Buch zur Betongeschichte gab er im Selbstverlag heraus.

Im Paläolithikum beginnend nimmt er die Leserinnen und Leser mit auf eine Zeitreise bis in die 1940er-Jahre. Mit Blick auf spezifische Schauplätze – insbesondere in Nordafrika, dem Mittelmeerraum, Westasien, Westeuropa und Südamerika – beleuchtet der Autor, wie die Menschen vor Ort Rohstoffe entdeckt und ihre Verarbeitung weiterentwickelt haben. Dazu gehört neben den Bindemitteln Gips, Bitumen und Kalk insbesondere Zement, der Ausgangsstoff für Mörtel und Beton.

Die Beschreibungen von Entdeckungen und Produktionsprozessen illustrierte Rainer Nobis mit zahlreichen Grafiken, Fotografien und Karten. Zum einen zeigen sie geografische Stationen, Materialien, Maschinen und viele Personen, die zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Betons und Zements beigetragen haben. Sie zeigen aber auch, dass lange Zeit unzählige Menschenhände und Tiere für Abbau, Transport und Verarbeitung der Rohstoffe nötig waren.

Die Geschichten davon, wie die anfänglich nur regional verfügbaren Baustoffe Beton und Zement im Laufe der Jahrhunderte in immer mehr Weltregionen eingesetzt wurden, regen auch zum Nachdenken an über die Vernetzung von Herkunfts- und Abbauorten von Materialien, die Industrialisierung von Produktionsmethoden und die damit zusammenhängenden kolonialen Strukturen des globalen Wirtschaftens. Bereits in der Einleitung spricht Rainer Nobis davon, dass erst in den 1950er-Jahren jene Hochleistungsbetone und chemische Zusatzmittel entwickelt wurden, die die Bauwirtschaft bis heute versorgen. Daher ist es erstaunlich, dass nur wenige Seiten des Buches der Zeit nach 1945 gewidmet sind.

Das Buch ist gerichtet an Menschen aus der Bau- oder Baustoffindustrie und der Architekturpraxis sowie Lehrende und Studierende. Die leicht verständliche Sprache und anschauliche Bebilderung machen das Buch aber auch interessant für Laien und junge Leser*innen. Es ist online in deutscher und englischer Sprache über die Webseite des Autors erhältlich (s. Surftipps).

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