IBA 87 - Grüne Räume für Berlin

Dossier der Baunetzwoche #652

Derzeit laufen in der Berliner Senatsbauverwaltung die Vorbereitungen für eine neue Internationale Bauausstellung (IBA) in Berlin-Brandenburg. Bis Mitte der 2030er Jahre soll sie den nachhaltigen Wandel der Metropolregion angesichts Klimawandel, Energiekrise und Bevölkerungsentwicklung fördern. Die Baunetzwoche #652 nimmt dies zum Anlass und wirft einen Blick auf die IBA 87, die mit behutsamen Ansätzen neue Maßstäbe setzte.

Im Gespräch mit Ulrike Alber-Vorbeck, Redakteurin bei Baunetz, betont der damalige Projektmanager Günter Schlusche die Bedeutung von Bürgerbeteiligung und ökologischen Planungsansätzen bei der damaligen Bauausstellung. Die Architektur setzte sich von der Nachkriegsmoderne ab und fokussierte sich auf Altbausanierung (IBA Alt) und kritische Rekonstruktion (IBA Neu) als Mittel zur Stadtreparatur. Ergebnis war die Wiederbelebung West-Berliner Bezirke, die durch Krieg, Mauerbau und Abrisspolitik stark beschädigt waren.

Ein zentrales Element der damaligen Ausstellung war die Integration von Grünflächen, die sowohl ökologische als auch soziale Funktionen erfüllten. Viele dieser Parks, Blockinnenhöfe und Grünpassagen sind heute aufgrund ihrer stadtklimatischen Bedeutung, der partizipativen Planung und anspruchsvollen Gestaltung auf der Denkmalliste Berlins verzeichnet. Günter Schlusche, der später über den Einfluss der IBA 87 auf die Stadtentwicklung promovierte, hebt die Chancen solcher großflächigen Interventionen für die Ökologie und Stadtnatur hervor. Als Modellprojekt nennt er die Pflanzenkläranlage im Block 6 der Bernburger Straße. 

Die neue Internationale Bauausstellung Berlin-Brandenburg soll von den Erfahrungen und Errungenschaften der IBA 87 lernen und diese auf aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel und die Energiekrise übertragen. Das Dossier der Baunetzwoche #652 diskutiert, wie das Erbe der Grünraumplanung weitergeführt werden kann und welche neuen Ansätze erforderlich sind, um eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu gewährleisten. 

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