Hotel Ceres am Meer in Binz auf Rügen

Dunkles Holz und klare weiße Formen im Bad

Die Insel Rügen ist nicht nur bekannt für ihre Kreidefelsen, sondern auch für die Bäderarchitektur aus dem 19. Jahrhundert. Die Strandpromenade des Ostseebades Binz ist geprägt von kleinen Holzvillen mit Veranden, Erkern und Türmchen. Im Kontrast dazu steht das streng vertikal gegliederte, dreigeschossige Luxushotel, das in unmittelbarer Meernähe und gleichzeitig direkt am historischen Ortszentrum liegt. Ein großteils verglaster Turm verbindet als Gelenk zwei Gebäuderiegel über Eck und schließt mit einer Glaskuppel ab, die als das Erkennungsmerkmal des Hotels gilt.

Becken im Wellnessbereich
Das Badezimmer mit frei stehender Wanne
Wannenarmatur mit Kreuzgriffen

Die Innenräume sind klar und offen gestaltet und mit hochwertigen Materialien wie chinesischem Sandstein, geöltem Parkett aus Mooreiche und handgestrichenen Putzoberflächen ausgestattet. Besonders hohe Fenster und Türen sollen eine großzügige und luftige Atmosphäre vermitteln und bieten eine uneingeschränkte Aussicht aufs Meer.

Die Möblierung der Zimmer ist analog zu den Parkettböden aus dunklem Holz, die Wände sind weiß verputzt. Alle Zimmer und Suiten haben entweder einen Balkon oder eine Terrasse. Es gibt 42 Zimmer mit Größen von 30 - 48 m² sowie acht Suiten mit bis zu 60 m². Hauptattraktion ist die Suite in der Glaskuppel mit einem 180° Panoramablick auf die Ostsee.

Bad/Sanitär
Die Bäder sollen vorrangig Orte der Ruhe und Entspannung sein. Die Wände sind mit Sandstein vertäfelt, der Boden auch hier mit dunklem Mooreichenparkett belegt. Einfach und schlicht sollten die Waschtische sowie die frei im Raum stehende, schalenförmige Badewanne wirken. Die Armaturen gestaltete der Architekt und Designer Antonio Citterio, ihre Form ist rechteckig und reduziert. An der Badewanne spendet eine Dreiloch-Wannenarmatur mit Kreuzgriffen und umstellbarer Handbrause das heiße oder kalte Wasser aus Keramikventilen. Die kastenförmigen, tiefen Keramikwaschtische sind eingelassen in eine dunkle Holzverkleidung und mit der gleichen Armatur ausgestattet, die hier auf einer Platte montiert ist.

Der Wellness-Bereich des Hotels bietet einen warmen Meerwasserpool, ein Brandungsbad und einen "Floating-Tank" mit Wasser aus dem Toten Meer, in dem schwereloses Baden möglich ist.

Bautafel

Architekt: Moritz Lau-Engehausen, Binz
Projektbeteiligte: Hansgrohe AG, Schiltach (Armaturen)
Bauherr: Moritz Lau-Engehausen, Binz
Fertigstellung: 2007
Standort: Strandpromenade 24, Ostseebad Binz, Rügen
Bildnachweis: Hotel Ceres, Binz (1,2,4); Klaus Stemmer (3)

Fachwissen zum Thema

Einloch-Armatur: Waschtisch-Einhandbatterie

Einloch-Armatur: Waschtisch-Einhandbatterie

Armaturen

Rohranschlüsse: Ein- bis Vierloch-Armaturen