Hotel Adlon in Berlin

Persönliche Zutrittsberechtigung

Die erste Epoche des renommierten Hotels Adlon am Pariser Platz währte von 1907 bis 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs brannte das Gebäude mit der klangvollen Adresse „Unter den Linden“ wie viele andere Bauten der Hauptstadt aus. Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude eher stiefmütterlich behandelt. Nach dem Mauerfall wurde es neu erbaut, die Pläne dafür orientierten sich am historischen Vorbild. 1997 eröffnete die Kempinski Hotels & Resorts Gruppe das Haus neu. Das Hotel verfügt über 268 Zimmer und 81 Suiten, einem großzügigen Wellness-Bereich und drei Restaurants.

Gourmet Restaurant „Lorenz Adlon“, Bibliothek
Marmortreppe, Blick vom Gästelift

In den früheren Zeiten gehörten Kaiser Wilhelm II., Henry Ford oder Charlie Chaplin zu den illustren Gästen des Adlon. Die Prominentenliste des heutigen Hauses liest sich ähnlich beeindruckend. Gerade bei politisch bedeutenden Gästen steht aber die Sicherheit im Vordergrund, so dass bei solchen Anlässen ein intensiver Publikumsverkehr unterbunden werden muss.

Sicherheitstechnik
Da zu dem traditionsbezogenen Ambiente des Hauses die Verwendung von Plastikkarten nicht so recht passen wollte, entschied man sich für den Einbau von 3KS-Zylindern mit komfortablen Wendeschlüsseln, deren Drei-Kurven-System eine fast unendliche Vielzahl von Codierungen zulässt. Das federlose Prinzip der Zylinder ist wartungsfreundlich und schließt Einbruchsversuche durch das so genannte „Picking“ aus.

Das Schließsystem wurde zusätzlich mit dem elektronischen Zutrittskontrollsystem ECS kombiniert. Durch die Elektronik im Schlüsselkopf, die beim Einchecken durch das Computersystem aktiviert wird, erhält der Gast eine ganz persönliche Zutrittsberechtigung, die schon bei der Aufzugnutzung anfängt. Damit nur Hotelgäste die Etagen erreichen können, identifiziert sich der Gast bei der Liftbenutzung mit seinem Schlüssel. Bei der Abreise wird die Zutrittsberechtigung wieder gelöscht und für den nächsten Gast per Zufallsgenerator ein neuer Code vergeben. So kann auch ein – versehentlich oder bewusst – mitgenommener Schlüssel nicht mehr verwendet werden.

Für später hinzugekommene Bereiche, z.B. das Adlon-Palais mit dem China-Club, kann das Zutrittskontrollsystem jederzeit erweitert werden. Es kontrolliert und überwacht nicht nur den Eintritt zu einem Gebäude oder Bereich, sondern dokumentiert und steuert in den höheren Ausbaustufen sämtliche Zutrittsvorgänge.

Quelle: Evva, Wien

Bautafel

Architekten: Patschke, Klotz und Partner, Berlin
Projektbeteiligte: AIC Bauplanungs- und Consultinggesellschaft, München (Ausführungsplanung); Evva Werk, Wien/A (Hersteller Schließsystem und Zutrittskontrolle)
Bauherr: Fundus Fonds Verwaltungen, Düren
Fertigstellung: 1997
Standort: Pariser Platz, Berlin
Bildnachweis: Hotel Adlon Kempinski, Berlin

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