Holzbulletin: Bauen mit Holz und Lehm

Publikation des Schweizer Verbands Lignum

Holzkonstruktionen sind stabil und dauerhaft, die thermische Speicherfähigkeit des Materials ist jedoch begrenzt. Bei Lehm, der im Schweizer Mittelland bei vielen Aushubarbeiten in großen Mengen anfällt, verhält es sich anders: Er wirkt temperatur- und feuchteregulierend, verbessert den Brand- und Schallschutz, ist jedoch kaum tragfähig. In Kombination entfalten beide Materialien ihre Stärken und ergänzen sich ideal. Der Holzbulletin 156/2025 des Schweizer Verbands der Holzwirtschaft widmet sich dem Bauen mit Holz und Lehm.

Es geht um fünf aktuelle Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anschaulich werden sie in kurzen, informativen Texten, Farbfotos und Zeichnungen. So unterschiedlich die Beispiele sind – insbesondere im Umgang mit Holz – zeigen sie durchweg den Mehrwert einer gezielten Kombination der nachhaltigen Baumaterialien. 

Der Logistik-Campus von Weleda in Schwäbisch Gmünd (s. a. Bauwerke zum Thema) ist für einen Industriebau beispielhaft. Entworfen vom Architekturbüro Michelgroup aus Ulm, sollte ein Logistikgebäude mit möglichst geringem CO₂-Fußabdruck und hohem Raumkomfort entstehen. Holz bildet mit Stützen, Bindern und Dachtragwerk die tragende Struktur des Gebäudes. Für die Wand- und Innenausbauten kommen Lehmbaustoffe zum Einsatz, die vor allem Temperatur und Luftfeuchte regulieren. 

Das Projekt Hortus Allschwil bei Basel entstand nach Plänen von Herzog & de Meuron. Bei der Konzeption des Büro- und Laborgebäudes, das einen minimierten Energieverbrauch aufweisen und weitgehend rückbaubar sein sollte, wurde konsequent auf Kreislaufwirtschaft, Holzbau, Lehmbaustoffe und Low-Tech gesetzt. 

Die 32-seitige, farbig bebilderte Publikation erhalten Verbandsmitglieder kostenlos. Sie kann im Online-Shop der Lignum für 20 CHF bestellt werden (siehe Surftipps). Die Hefte erscheinen viermal jährlich.

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