Holz

Holz ist ein verbreiteter Werkstoff, wenn es um Sonnenschutz an Gebäuden geht. Besonders in Form von Klapp-, Schlag-, Falt-, Dreh- und Schiebeläden, aber auch für Lamellenfassaden oder Pergolen hat sich der natürliche Baustoff über Jahrhunderte bewährt. Je nach Region und Verfügbarkeit werden vor allem Eiche, Fichte, Hemlock, Kiefer, Lärche, Meranti, Oregon-Pinie und Tanne verwendet. Daneben eignen sich Holzwerkstoffe wie Furnierschichtholz, LVL und Microllam mit entsprechender Oberflächenbehandlung für den Einsatz im Freien, zum Beispiel als Lamellen oder Schiebetafeln.

Nicht nur an der Fassade auch im Außenraum kommt Holz zum Einsatz, wie bei dieser Pergola.
Drehläden aus Holz
Schiebeläden aus Holz

Einfluss von Witterung und Sonnenlicht

Wenn Holz als außenliegender Sonnenschutz an Gebäuden verwendet wird, ist es Witterungseinflüssen ausgesetzt, die dem Material schaden und die Stabilität des Elements beeinträchtigen können. Besonders der Wechsel zwischen Regen und Kälte sowie trockenen und heißen Perioden kann negative Auswirkungen haben: Während das Holz bei Feuchtigkeit aufweicht und sich verzieht, kann sehr trockenes Holz brüchig werden und leichter splittern. Holz, das bereits Trockenheitsrisse oder andere Mängel aufweist, ist zudem anfälliger für Schäden durch Pilze oder Insekten.

Auch direktes Sonnenlicht wirkt sich nachteilig auf Holz aus. Die UV-Strahlung zersetzt das im Holz enthaltene Lignin, das sowohl für die Stabilität als auch für die Farbe des Holzes verantwortlich ist. Bei Regen werden die oberen Lignin-Zellen, die dem Licht ausgesetzt sind und sich zersetzen, weggeschwemmt. Dies führt dazu, dass das Holz eine graue Farbe annimmt. In den darunter liegenden Holzzellen, die vor der direkten UV-Strahlung geschützt sind, bleibt das Lignin und somit auch die Holzfarbe erhalten.

Schutzmaßnahmen

Um es so beständig wie möglich zu machen, ist es nötig, Holz zu behandeln und diesen Schutz regelmäßig zu erneuern. Zur Auswahl stehen verschiedene Beschichtungen, die von nicht filmbildenden Lasuren bis zu deckenden Lacken reichen: Eine feste Lackschicht bietet guten Schutz vor jeglichen Witterungseinflüssen und den Folgen von Austrocknung, Rissbildung und Vergrauung. Durch die Beschichtung lässt sich die Oberfläche außerdem farblich prägnant gestalten.

Wenn die natürliche Optik weitgehend erhalten bleiben soll, ist Holzöl eine gute Wahl. Öle und andere Lasuren erhalten die Struktur und Maserung der Oberfläche. Sie sind transparent, können aber färbend wirken, selbst wenn sie keine Pigmente enthalten. Wie oft eine Schutzschicht erneuert werden muss, hängt sowohl von der Holzart ab, als auch davon, wie stark das Material beansprucht wird. Das kann jährlich sinnvoll sein, bei imprägnierenden Lasuren können zwei Jahre ausreichend sein.

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