Haus und Auto
Callwey, München 2024
(2. Auflage)
Texte in deutscher Sprache
304 Seiten, mit 450 Fotografien, Grundriss- und Schnittzeichnungen, Piktogramme
Format: 25 x 28 cm, gebunden
Preis: 59,95 EUR
ISBN 978-3-7667-2584-4
Andreas K. Vetter, Professor für Kunst- und Kulturgeschichte an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, stellt in diesem Buch 44 PKW-Garagen vor, die diesen schnöden Namen eigentlich gar nicht tragen sollten. Sie haben nämlich keine Ähnlichkeit mit den oft nüchternen Zweckräumen, in die zusätzlich auch noch Fahrräder, Gartenmöbel, Werkzeuge, Ersatzteile und diverse andere Dinge hineingestopft werden. Hier handelt es sich um individuelle Präsentationsräume für edle Sammlerstücke, lichtdurchflutete Aufenthalts-, Spiel- respektive Hobbyräume bis zu wahren Schatzkammern à la Signature Spaces mit steuerbarer Klimatisierung und Ambientebeleuchtung.
Der Autor zeichnet die Entwicklung der heutigen Garagen von pharaonischen Stallungen, Remisen für Kutschen und Schlitten über Unterstellplätze, Carports, Carlofts mit Autolift bis zu sogenannten Mobilitätsräumen nach. 21 Piktogramme gliedern schematisch-typologische Varianten wie beispielsweise die freistehende Box, den Anbau, die Dachauffahrt, Integration und Verschmelzung mit dem Wohnhaus-Volumen, die in das Gelände versenkten Parkplätze und Spezialausstattungen wie Drehscheiben. Natürlich fehlt nicht der glamourös inszenierte gläserne Pavillon als Architektur-Ikone.
Statt verbeulter Metalltore sind die Einfahrten und Zugänge sehr sorgfältig detaillierte Portale. Sie sind wahlweise mit aerodynamischen Kurven gerundet, vielfach transparent oder transluzent verglast, mit schwarz-spiegelnden Aluminiumpaneelen diskret verkleidet, knallbunt lackiert oder space-age-technoid. Die Öffnungen erfolgen mit raffinierten Klapp-, Falt- und Drehmechanismen.
Die allesamt gebauten Beispiele stammen aus Portugal, Brasilien,
Belgien, den Niederlanden, Australien, Hong Kong, Ecuador, Mexiko,
Thailand, Japan und vereinzelt auch aus Deutschland. Die „Bewohner"
dieser bis zu 1.800 m² großen Behausungen sind Porsche, Porsche und
nochmal Porsche, gefolgt u.a. von Ferrari, Mercedes, Jaguar,
Bentley, Lamborghini, Land Rover, Jeep – und Smart. -sj
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