Grundlagen Innovationsmanagement

Verfahren, um neue Ideen zu entwickeln und zu etablieren

Um Digitalisierungs-Prozesse zu etablieren, anzupassen und zu optimieren, ist ein Innovationsmanagement hilfreich. Der Begriff beschreibt eine systematische Vorgehensweise, mit dem Unternehmen neue Ideen, Lösungen oder Prozesse entwickeln, umsetzen, bewerten, verbessern und etablieren. Essenziell ist dabei die Beteiligung der Teams im Prozess. 

Venn-Diagramm
Das Innovationsmanagement kann mit verschiedenen Beteiligungsformaten durchgeführt werden.

Innovationsmanagement begleitet die Digitalisierung

Der Ausgangspunkt für ein Innovationsmanagement sind die grundlegenden Kenntnisse von u.a. Bürostrukturen, Prozessabläufen, Verantwortlichkeiten und Problemen. Die Problemlage ist nach einer Analyse des Ist-Zustandes bekannt. Jetzt geht es darum, im Team Schritt für Schritt Ziele zu definieren, neue Ideen zu finden, möglicherweise ungewöhnliche, aber passende Lösungen zu entwickeln, diese zu testen und auszuwerten, um sie dann weiterzuentwickeln. Das Innovationsmanagement begleitet also den gesamten Digitalisierungsprozess und ist auch danach noch ein wichtiges Werkzeug zur Weiterentwicklung des Büros.

Beteiligungsprozesse etablieren

Es sollte im Rahmen eines transparenten Beteiligungsprozesses stattfinden, damit die Teams den Prozess mittragen, eigenverantwortlich und aktiv mitgestalten und so zu guten Lösungen finden. Je nach Definition sind die Schritte eines Innovationsmanagements unterschiedlich. Start kann ein Initialtermin sein, bei dem die Vision, also das Ziel und das Budget des Innovationsprozesses offen kommuniziert werden. Die Details sollten die Teams selbst ausarbeiten, ebenso sollten sie selbst die für sie passenden Schulungskonzepte und Vorgehensweisen wählen. Das können Design Thinking Workshops, Hackathons, digitale Ideenmanagement-Systeme, Working Labs oder andere sein.

Weitergehende Ziele formulieren

Ein Innovationsmanagement zur Einführung von digitalen Prozessen geht dabei über die eigentliche Frage der Digitalisierung oder Software hinaus. Im Rahmen der Beteiligung ergeben sich wichtige Zielformulierungen, z.B.: Wie stellt ihr euch euren Arbeitsplatz in 10 Jahren vor? Wie sollte der Kontakt zu Auftraggebenden aussehen? Welches Unternehmensbild wollen wir nach außen tragen? Schritt für Schritt lassen sich so mit den Teams erst Ziele, dann Ideen und Lösungen formulieren. Im späteren Verlauf der Digitalisierung und Prozessoptimierung lassen sich Entwicklungen überprüfen und gegebenenfalls verbessern. Ein Innovationsmanagement soll sicherstellen, dass die Veränderung aus der Basis, vom Team kommen, nicht alleine von der Spitze, der Geschäftsleitung. 

Verantwortlichkeiten teilen

Für ein funktionierendes Innovationsmanagement ist Kontinuierlichkeit wichtig, auch wenn Teammitglieder ausfallen oder wechseln. Das dabei bewährte IT-Prinzip Redundanz lässt sich übertragen: Die Verteilung von Verantwortlichkeiten auf mehrere Personen sorgt für Ausfallsicherheit und fördert unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen. Ein holokratisches System, bei dem Personen und Rollen klar definiert sind, ist ideal für ein redundantes Innovationsmanagement. Die anfallenden Aufgaben lassen sich mithilfe eines Venn-Diagramms sinnvoll, dezentral verteilen. Mit der rollen- und aufgabenbasierten Organisationsstruktur bleibt jede Abteilung und jedes Projekt übersichtlich strukturiert und die Zuständigkeiten eindeutig geregelt. Überträgt man dieses Prinzip auf das gesamte Unternehmen, gewinnt man eine enorme Flexibilität bei der Aufgabenumverteilung. 

Innovativ sein – nicht werden

Viele Unternehmen machen den Fehler, innovativ werden zu wollen, statt innovativ zu sein. Innovation beginnt jetzt, in jeder einzelnen Handlung. Das gilt nicht nur für die Lösungen an sich, sondern bereits für die Einführung eines Innovationsmanagements: Mutige, kreative Ansätze und Vorgehensweisen, sowie Intuition und Eingebungen helfen, alte Strukturen und Denkmuster abzulegen und neue Lösungen zu finden. 

Autor: BIMUC Mario Broksch

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