Glänzende Doppelhelixtreppe in Rotterdam
336 Stufen, polierter Stahl und ein Blick über die Stadt
Ab dem 16. Mai 2025 gibt es die Möglichkeit, Rotterdam aus anderer Perspektive zu betrachten. Dann eröffnet das FENIX Museum of Migration, das sich der globalen Geschichte der Migration widmet. Das Ausstellungshaus ist in einem ehemaligen Lagerhaus aus dem Jahr 1923 untergebracht und wird von einer skulpturalen Außentreppe mit dem Namen Tornado bekrönt.
Das Lagerhaus ist ein bedeutsamer Ort: Es diente einst der Holland-America Line als Lager- und Versandzentrum und war somit ein zentraler Punkt für Millionen von Menschen, die Europa in Richtung Amerika verließen. Die Pläne für die Umnutzung und die Treppenskulptur stammen vom Büro MAD Architects mit Sitz in Peking, Los Angeles und Rom. Die beeindruckende, dreißig Meter hohe Struktur windet sich spiralförmig vom Erdgeschoss um das Gebäude und endet in einer Aussichtsplattform auf dem Dach. Ihre Form soll die vielfältigen und oftmals verschlungenen Wege von Migrant*innen symbolisieren.
Der 550 Meter lange Auf- bzw. Abstieg erfolgt über zwei gegenläufige Treppen, die sich immer wieder kreuzen. Die hölzerne Treppe ist an der Geländeraußenseite und der Untersicht mit 4.000 Quadratmetern polierten Edelstahlplatten bekleidet, die ihr etwas Futuristisches verleihen und die Umgebung spiegeln. Hat man die 336 Stufen bewältigt, erhält man einen 360-Grad-Blick über Rotterdam.
Die erste Sammlungsausstellung All Directions: Art That Moves You präsentiert 150 Kunstwerke und Objekte von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt – darunter historische und zeitgenössische Arbeiten. Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Sammlung persönlicher Erinnerungsstücke, die von den Bewohner*innen Rotterdams beigesteuert wurden und individuelle Migrationsgeschichten erzählen – darunter auch bedeutende historische Relikte wie ein originales Segment der Berliner Mauer.
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