Flexible Solarfolie zum Kleben

Solarstromerzeugung auf vielfältigen Oberflächen

Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels birgt der Einsatz von Solartechnologien enorme Potenziale für die nachhaltige Stromerzeugung; aktuell werden lediglich drei Prozent des weltweiten Strombedarfs durch Solarstrom gedeckt. Die Dresdner Firma Heliatek bietet mit seiner ultradünnen, flexiblen und selbstklebenden Solarfolie HeliaSol eine organische Solarstromlösung an, die aufgrund ihrer einfachen Installation und ihres geringen Gewichts zahlreiche neue Anwendungsmöglichkeiten erschließt. Nach langjähriger Entwicklungsarbeit begann das Unternehmen in diesem Frühjahr mit der Serienproduktion.

Schichtaufbau der Solarfolie: 1. Trägerfolie mit einer aufgedampften organischen Schicht; 2. Verkapselung zum Schutz der organischen Schicht vor Umwelteinflüssen; 3. Integrierter Rückseitenkleber; 4. Anschlussdose mit Kabeln
Die Solarfolie HeliaSol ist für den sofortigen Einsatz mit integriertem Rückseitenkleber und Anschlussdose mit Kabeln vorgesehen.
Referenzlösung: Fassaden- und Glasintegration der Solarfolie

Umweltschonend und flexibel

Auch wenn der Wirkungsgrad geringer ist als bei klassischen Siliziummodulen, gelten die organischen Solarzellen als vielversprechende Innovation. Während bislang bei den meisten Solarmodulen Silizium zur Umwandlung von Sonnenenergie in elektrischen Strom genutzt wird, werden für die Solarfolien organische Materialien, also Kohlenwasserstoffverbindungen eingesetzt – ohne auf seltene Erden oder andere Schadstoffe zurückgreifen zu müssen. Somit sind die organischen Solarzellen bei wesentlich kleinerem ökologischem Fußabdruck sehr viel umweltschonender als bisher bekannte Produkte.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten durch geringes Gewicht

Aufgrund ihrer Eigenschaften kann die Klebefolie zudem überall dort angewendet werden, wo herkömmliche starre Module zu schwer oder zu unflexibel sind. Im Vergleich zu den gängigen Solarzellen sind die organischen um ein Vielfaches dünner, sodass zudem ein wesentlich geringerer Materialaufwand erforderlich ist.

Somit eignet sich das Produkt besonders für Fassaden und Dächer mit geringer statischer Belastbarkeit, die starre Photovoltaiklösungen nicht tragen könnten, wie etwa bei alten Wohngebäuden oder Leichtbauhallen, sowie für Fassaden und zerklüftete Dächer in stark urbanisierten Gebieten. Aufgrund ihrer Flexibilität können außerdem geschwungene Oberflächen mit der Klebefolie versehen werden. Bereits realisierte Referenzprojekte verdeutlichen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten: So kommt die Folie beispielsweise an den Waben einer Traglufthalle, am Turm eines Windrads, an Fassaden von Getreidesilos, Lagergebäuden sowie Biogasanlagen zum Einsatz.

Prinzipiell lassen sich mit den Folien auch Fensterscheiben zu Sonnenkraftwerken umfunktionieren. Dadurch können Gebäude, die bisher nicht zur Energieerzeugung vorgesehen waren, in Zukunft ihren eigenen Strombedarf decken. Als Untergründe eigenen sich dabei Glas, Metall, Beton, Kunststoffoberflächen und -membranen oder Bitumen sowie weitere auf Anfrage.

Der Hersteller plant zwei Produktvarianten:

  • Die bereits verfügbare Solarfolie HeliaSol ist eine montagefertige Solarfolie für den sofortigen Einsatz mit integriertem Rückseitenkleber und Anschlussdose mit Kabeln, die sich höchst einfach montieren lässt: Durch den integrierten Rückseitenkleber ist keine Unterkonstruktion oder Materialdurchdringung notwendig, eine Hinterlüftung zur Kühlung ist nicht erforderlich.
  • Ab 2023 ist HeliaFilm verfügbar, eine Solarfolie für die Integration in Produkte der Kunden, zum Beispiel als Integrationslösung für Baumaterialien von Gebäuden oder zur Entwicklung von aktiven Bauelementen mit Solarfunktion für Neubauten.
Hersteller: Heliatek, Dresden

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