Fehlerlichtbogen

Ein Fehlerlichtbogen entsteht, wenn es zwischen benachbarten Leitern oder zwischen Leiter und Gehäuse zu einem ungewollten Funkenüberschlag kommt, etwa bei beschädigter Isolierung oder Verunreinigung. Anders als beim Kurzschluss fließt der Strom bei einem Fehlerlichtbogen nicht direkt, sondern über eine ionisierte Gasstrecke (Plasma). Kurzschlüsse werden wegen der meist sehr hohen Ströme, die dabei entstehen, schnell erkannt. Anders bei Fehlerlichtbögen: Sie können niedrige oder unregelmäßige Ströme aufweisen und sind deshalb schwerer zu entdecken.

Lichtbögen können enorme Temperaturen von bis zu 20.000 °C erreichen, was eine ernsthafte Gefahr für Menschen und Anlagen darstellt. In der Bauplanung und Gebäudetechnik werden Fehlerlichtbogenschutz-Einrichtungen (AFDD, Arc Fault Detection Devices) eingesetzt, die Lichtbögen erkennen und den betroffenen Stromkreis abschalten, um Brände und Personenschäden zu verhindern. Die Erkennung erfolgt über die Analyse charakteristischer Signalmuster im Stromfluss, welche auf einen Lichtbogen hinweisen. Besonders relevant ist der Einsatz in Bereichen mit erhöhtem Brandrisiko, wie Wohngebäuden, Krankenhäusern und Holzkonstruktionen.

Fachwissen zum Thema

Es gibt viele Auslöser für einen Kurzschluss. Elektrotechnische Schutzeinrichtungen helfen, Schlimmeres zu verhindern.

Es gibt viele Auslöser für einen Kurzschluss. Elektrotechnische Schutzeinrichtungen helfen, Schlimmeres zu verhindern.

Schutz

Brandschutzschalter

Beispiel eines Fehlerstrom-Schutzschalters

Beispiel eines Fehlerstrom-Schutzschalters

Schutz

Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs oder FI-Schutz)

Kontakt Redaktion Baunetz Wissen: wissen@baunetz.de
Baunetz Wissen Elektro sponsored by:
Jung | Kontakt 02355 / 806-0 | mail.info@jung.de