Factsheet: Hochwasserangepasstes Bauen

Ressourceneffizient und hochwasserangepasst planen und bauen

Die zunehmenden Starkregenereignisse in der durch den Menschen verursachten Klimakrise erfordern hochwasserangepasste Bauweisen. Grundlegende Hinweise gibt das Factsheet Ressourceneffizient und hochwasserangepasst planen und bauen, herausgegeben von der Agentur Faktor X in Zusammenarbeit mit der Initiative Regionale Ressourcenwende in der Bauwirtschaft (ReBAU). Das Merkblatt betont die Bedeutung wassersensibler Gestaltung, um Überflutungsrisiken zu minimieren und den natürlichen Wasserkreislauf zu fördern.

Das Factsheet bietet einen guten Überblick über Strategien des hochwasserangepassten Bauens.

Obwohl das Bauen in festgesetzten Überschwemmungsgebieten laut Wasserhaushaltsgesetz unzulässig ist, gibt es zahlreiche rechtliche Ausnahmen, und viele Gebiete sind bereits bebaut. Für diese Areale und Flächen müssen Strategien gefunden werden. Die Autorinnen des Factsheets, Anne Albrecht, Janika Ketzler, Julia Kaiser, Lillith Kreiß und Magdalena Zabek, konzentrieren sich auf die drei Strategien Ausweichen, Widerstehen und Anpassen. Dabei berücksichtigen sie die verschiedenen Maßstabsebenen und zoomen von der Quartiers- auf die Materialebene.

Das Konzept der Schwammstadt bildet die Kernidee des Hochwasserschutzes in der Siedlungsentwicklung (siehe Fachwissen zum Thema): Städte sollen Wasser speichern können und zeitweise überschwemmte Bereiche umfassen, die im Normalfall als Freizeit- oder Grünflächen dienen. Muldenentwässerungen und begrünte Dachflächen tragen ebenfalls zur Retention und Verdunstung bei. 

Doch auch der Entwurf eines Gebäudes nimmt im Zweifelsfall Einfluss darauf, wie groß die Betroffenheit bei einem möglichen Hochwasserereignis ist. Mögliche Strategien umfassen Aufständerung, technische Maßnahmen, Abdichtungen sowie ressourceneffizientes, hybrides Bauen. Auch die Details sind wichtig: Baumaterialien sollten wasserresistent, schadstofffrei und recycelbar sein. Konstruktionen wie modulare Systeme oder Sollbruchstellen erleichtern Reparaturen und reduzieren Abfall, was einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen fördert. Die Kombination aus innovativer Stadtplanung, Gebäudegestaltung und ressourcenschonenden Maßnahmen macht die Integration des Wasserkreislaufs zu einem zentralen Baustein für resiliente und nachhaltige Siedlungen.

Das Factsheet steht auf der Website von ReBAU zum kostenfreien Download bereit.

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