Fachwerk trifft Rollfeld

Bau der Airport Academy am Flughafen München

Flughäfen sind längst mehr als reine Verkehrsknotenpunkte. Bei ihrer Neu- und Umplanung entfällt ein wesentlicher Teil auf Shoppingareale oder Besucherparks, die zu beliebten Ausflugszielen werden. Oftmals finden sich in ihrem Umfeld außerdem Gewerbegebiete. Der Flughafen München geht nun noch einen Schritt weiter und entwickelt nach einem Masterplan von KCAP den sogenannten LabCampus an der zentralen Nordallee des Flughafengeländes. Nah an den Abflugs- und Ankunftsterminals soll damit ein Innovationszentrum entstehen, in dem Firmen und Start-ups in einem kreativen und vernetzten Umfeld forschen und arbeiten können.

Das Gebäude ist Teil des sogenannten Lab Campus, der nach einem Masterplan von KCAP im Westen des Flughafens verwirklicht wird (Visualisierung).
Hervorstechendes Merkmal des Gebäudes ist das zwei Geschosse hohe Betonfachwerk, das den Sockelbereich umgeben und die oberen drei Geschosse mittragen wird.
Die Kombination aus v- und x-förmigen Elementen mit abgerundeten Ecken erinnert an die Struktur der Start- und Landebahnen aus der Vogelperspektive.

Als eines der ersten Bauwerke des Campus wird nun die Airport Academy gebaut, die Raum für das Trainingszentrums des Flughafens bieten soll. Entwurf und Planung stammen vom Architekturbüro Auer Weber aus München. Hervorstechendes Merkmal des Gebäudes ist das zwei Geschosse hohe Betonfachwerk, das den Sockelbereich umgeben und die oberen drei Geschosse mittragen wird. Die Kombination aus v- und x-förmigen Elementen mit abgerundeten Ecken erinnert an die Struktur der Start- und Landebahnen aus der Vogelperspektive.

Die Umsetzung der Sichtbetonkonstruktion erfolgte mithilfe von 89 großformatigen Aussparungskästen des Schalungsherstellers Peri, die projektspezifisch geplant und werkseitig vormontiert auf die Baustelle geliefert wurden. Trotz der Vielzahl unterschiedlicher Streben ließen sich einige der Sonderelemente gleich mehrfach an unterschiedlichen Einsatzorten verwenden, da eine flexible Anordnung der Spannstellen bei Planung und Fertigung bereits berücksichtigt wurde.

Betoniert wurde in drei Abschnitten von 3,67 m, 3,20 m und 3,07 Meter Höhe mithilfe von Trägerwandschalungen sowie Trag- und Arbeitsgerüsten. Von entscheidender Bedeutung für die wirtschaftliche und termingerechte Umsetzung war dabei die frühe und enge Zusammenarbeit zwischen der Bauleitung und der Projektkoordination des Schalungsherstellers. Fertiggestellt werden soll die Airport Academy bis Ende 2022.

Hersteller Gerüste und Schalungen: Peri, Weißenhorn; Generalübernehmer: Ed. Züblin, Bereich Ingenieurhochbau Bayern, München

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