Energiesprong: Baukastensystem für serielle Sanierungkonzepte

Initiative der Deutschen Energie-Agentur dena

Das Thema Klimaschutz beeinflusst zunehmend den Baubereich; Wohngebäude sind in Deutschland immerhin für knapp zwei Drittel des Gesamt-CO2-Ausstoßes verantwortlich. Während im Neubau durch die Vorgaben von EnEV und EEWärmeG eine deutliche Energieeinsparung bewirkt wird, entsteht der Großteil der CO2-Immissionen durch Bestandsgebäude, welche nur in seltenen Fällen einen nennenswerten Energiestandard aufweisen. Die Sanierung von Bestandsgebäuden schreckt viele Immobilienbesitzer ab: zu teuer, zu langwierig in der Umsetzung, dadurch Mietausfälle und kaum rentabel.

Die Sanierungszeit verkürzt sich auf wenige Wochen, die Bewohner werden also geringfügig beeinträchtigt (Abb. Pilotprojekt in Hameln).
Möglich wir das durch vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente sowie standardisierte, vorgefertigte Haustechnikmodule (Abb.: Pilotprojekt in Hameln).

Hier setzt die Deutsche Energie-Agentur (dena) mit dem Sanierungskonzept Energiesprong an: Mittels standardisierter Bautechniken und modularen Gebäudehüllen-Elementen werden Bestandsgebäude auf einen sogenannten NetZero-Standard gebracht, bei dem sie im Jahresmittel so viel erneuerbare Energie erzeugen, wie für Heizung, Warmwasser und Strom benötigt wird. Das Prinzip „Energiesprong” wurde 2013 in den Niederlanden entwickelt und dort vielfach umgesetzt – der Begriff steht für „Energiesprung”.

Die Sanierungszeit verkürzt sich auf wenige Wochen, die Bewohner werden also geringfügig beeinträchtigt. Möglich wir das durch vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente sowie standardisierte, vorgefertigte Haustechnikmodule. Interessant dürfte das Konzept nicht nur für private Hausbesitzer sein – angesprochen sind insbesondere öffentliche Wohnungsbauunternehmen, die häufig über einen beträchtlichen Wohnungsbestand verfügen. Weitere Informationen über die Initiative finden Sie auf der unten genannten Webseite (s. Surftipps).

Initiative und Koordination: Deutsche Energie-Agentur (dena), Berlin

Fachwissen zum Thema

Je höher das A/V-Verhältnis ist, umso ungünstiger wirkt sich das auf die Energiebilanz des Gebäudes aus und komplizierte Details sind vorprogrammiert

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