Elektropolis Berlin

Elektropolis Berlin

Thorsten Dame

Die Energie der Großstadt. Bauprogramme und Aushandlungsprozesse zur öffentlichen Elektrizitätsversorgung in Berlin
Gebr. Mann Verlag, Berlin 2011
611 Seiten mit 374 Abbildungen; 24,4 x 17,4 x 4,4 cm; gebunden

Preis: 89,00 EUR

ISBN 978-3-7861-2642-3

Bereits 1884 gründeten Emil Rathenau und Thomas Alva Edison die Städtischen Elektricitäts-Werke zu Berlin, die damals die erste öffentliche Stromversorgung Europas gewährleisteten. Gleichzeitig gehörte Berlin mit Unternehmen wie AEG und Siemens zu den wichtigsten Standorten der deutschen Elektroindustrie. In seiner Dissertation Elektropolis Berlin. Die Energie der Großstadt untersucht Thorsten Dame die Elektrifizierung in Bezug auf architektonische Entwicklungen und Prozesse zwischen 1880 und 1930.

Die Forschungen zur Berliner Stadt- und Architekturgeschichte stellt der Autor am Fallbeispiel der beiden Unternehmen AEG und BEWAG (das frühere Berliner Energieversorgungsunternehmen) vor. Dabei analysiert er ihre Bauprogramme bzw. Bauwerke und geht neben der Architektur auch auf wirtschafts- und technikgeschichtliche sowie kulturhistorische Aspekte ein. So werden beispielsweise die bekannte Turbinenhalle in Moabit nach einem Entwurf von Peter Behrens und die expressiven Stromversorgungsbauten von Hans Heinrich Müller und Felix Thümen sowie die Stromerzeugungsanlage in Rummelsburg untersucht und detailliert beschrieben.

Aus dem Inhalt:

  • Einrichtung der öffentlichen Elektrizitätsversorgung
  • Ausbau der öffentlichen Elektrizitätsversorgung
  • Kommunalisierung der Elektrizitätsversorgung
  • Bauprogramme der BEWAG
Die Beschreibungen und Analysen werden von zahlreichen Abbildungen ergänzt. Da sich diese leider im Anhang befinden, zeigt sich der Zusammenhang zwischen Bild und Text nicht unmittelbar. Dennoch bietet die ausführlich recherchierte und verständlich dargelegte Dissertation einen spannenden geschichtlichen Überblick über die Berliner Stadtentwicklung Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts und ist damit für Architekten, Elektroplaner und Historiker gleichermaßen interessant und eine lohnenswerte Lektüre.

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