Earth Tree in Kopenhagen

Licht, Schatten und Naturmotive als räumliche Erfahrung

Ob beim Waldspaziergang, im Park oder im eigenen Garten: Fällt Sonnenlicht durch dichtes Blattwerk, entstehen lebendige Licht- und Schattenmuster, die sich mit jeder Windbewegung verändern. Im Japanischen gibt es für dieses flüchtige Naturschauspiel einen eigenen Begriff: Komorebi – das Licht, das durch die Blätter von Bäumen dringt. Seit Februar diesen Jahres können Besucher*innen des Copenhagen Contemporary diese sinnliche Erfahrung in der von Kengo Kuma & Associates gestalteten Ausstellung Earth Tree nachempfinden. Hier überführten sie das Gefühl, unter einem Baum Schutz und Geborgenheit zu finden, in eine raumgreifende, begehbare Installation.

Zentrales Element der Ausstellung ist eine schalenförmige, konvexe Deckenkonstruktion aus wiederverwendeten, lückenhaft gefügten Holzleisten.
Locker verteilte Holzstücke und Ziegelsteine umgeben die Podeste und gehen zum Rand hin allmählich in eine sandige Fläche über.
Oberhalb der Konstruktion befinden sich ein Oberlicht und Leuchten.

Ein Blätterdach aus Holz

Zentrales Element der Installation ist eine schalenförmige, konvexe Deckenkonstruktion aus wiederverwendeten, lückenhaft gefügten Holzleisten, die sich über den Ausstellungsraum spannt und an das Blätterdach einer Baumkrone erinnert. Leicht gewölbte Wandscheiben mit weißen Textilbahnen fassen den hellen Ausstellungsraum. Das Holzgitter filtert das vom verglasten Hallendach und zusätzlichen Leuchten kommende Licht, sodass sich wandelnde Schattenbilder entstehen. Unten breitet sich eine Podestlandschaft aus, die mit ihren acht organisch gerundeten Stufen an den Querschnitt eines Baumstamms erinnert. Während die ersten vier Podeste aus Holz bestehen, sind die oberen aus Ziegeln gefertigt. Locker verteilte Holzstücke und Ziegelsteine umgeben die Ränder und gehen nach außen hin allmählich in eine sandige Fläche über. 

Sowohl Holz als auch Ziegel gehören zum Kanon japanischer und nordischer Architektur- und Naturbilder. Holz steht für den Wald und natürliche Kreisläufe, während Ziegel auf eine jahrtausendealte Bautradition verweisen. Durch den Duft des Holzes, die raue Haptik der Ziegel und das wechselnde Licht- und Schattenspiel spricht die Ausstellung gleich mehrere Sinne an.

Raum zum Mitgestalten

Ergänzt wird die Ausstellung durch einen interaktiven Werkstattbereich, der Besucher*innen zum eigenen Gestalten einlädt. Mit den von Kengo Kuma entwickelten japanischen Holzbausteinen Tsumiki sowie in Dänemark gefertigten Holzbausteinen und Miniaturziegeln lassen sich unterschiedliche räumliche Szenarien und Bauweisen erproben. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Februar 2027 zu sehen.

Architektur: Kengo Kuma & Associates; Lichtdesign: Anker & Co; Auftraggeber: Copenhagen Contemporary; Bildrechte: Dinesen

Fachwissen zum Thema

Ein semitransparenter Screen reduziert Sonneneinstrahlung und Blendung, lässt Ausblicke zu und erzeugt differenzierte Lichtstimmungen.

Ein semitransparenter Screen reduziert Sonneneinstrahlung und Blendung, lässt Ausblicke zu und erzeugt differenzierte Lichtstimmungen.

Funktionen

Gestaltung von Licht und Schatten

Seit jeher in sonnigen Regionen anzutreffen: Pergola, Spalier und andere Formen von Rankgerüsten bieten rankenden Pflanzen wie Weinlaub einen Unterbau und schützen Terrassen und Außenwände.

Seit jeher in sonnigen Regionen anzutreffen: Pergola, Spalier und andere Formen von Rankgerüsten bieten rankenden Pflanzen wie Weinlaub einen Unterbau und schützen Terrassen und Außenwände.

Arten und Formen

Natürlicher Sonnenschutz

Fassadenbegrünungen können bodengebunden (wie hier im Bild) oder wandgebunden sein.

Fassadenbegrünungen können bodengebunden (wie hier im Bild) oder wandgebunden sein.

Materialien

Pflanzen für Fassadenbegrünungen

Surftipps

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