Deutscher Naturstein-Preis 2026 vergeben

115 Einreichungen, Preise und Anerkennungen in fünf Kategorien

Zum 22. Mal wurde 2026 der Deutsche Naturstein-Preis verliehen. Mit ihm wollen der Deutsche Naturwerkstein-Verband (DNV) und der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) hervorragende nachhaltige Bauweisen mit Natursteinen auszeichnen. 115 Einreichungen sind der Auslobung gefolgt und von einer Jury aus Architekt*innen und Vertreter*innen der Natursteinindustrie beurteilt worden. Am 17. Juni 2026 gab der Verband die Preisträger bekannt. Dieses Mal gab es gleich zwei siegreiche Projekte.

Preisträger DNP 2026 und Kategoriesieger „Wohnbauten“: Wohnturm Kureck in Wiesbaden von Max Dudler
Kategoriesieger „Innenräume von Gebäuden“: Mehrfamilienhaus Kolberger 5 in München von Studio Mark Randel mit David Chipperfield
Kategoriesieger „Freiraumgestaltung und Landschaftsarchitektur“: Schlossgarten in Osnabrück von POLA Landschaftsarchitekten

Die Jury suchte nach vorbildlichen Bauwerken und Städtebauprojekten, „deren Qualität von den gestalterischen und konstruktiven Möglichkeiten des Baustoffs Naturstein geprägt sind“. Eingereicht werden konnten Projekte aus dem In- und Ausland. 

Die Prämierung erfolgte in fünf Kategorien: 

  • A Öffentliche Gebäude und Gewerbebauten
  • B Wohnbauten
  • C Innenräume von Gebäuden
  • D Freiraumgestaltung und Landschaftsarchitektur
  • E Studentischer Nachwuchsförderpreis

Unter den Kategoriesiegern überzeugten die Deutsche Botschaft Wien von Schulz und Schulz Architekten und der Wohnturm Kureck Wiesbaden von Max Dudler am meisten und erhielten somit beide den Deutschen Naturstein-Preis 2026. Darüber hinaus vergab die Jury einen studentischen Nachwuchsförderpreis sowie vier besondere Anerkennungen. Alle Auszeichnungen im Überblick:

Preisträger DNP 2026:

Sieger Kategorie A: Deutsche Botschaft in Wien 

  • Architektur: Schulz und Schulz Architekten, Leipzig
  • Naturstein: Krastaler Marmor
  • Natursteinunternehmen: Lauster Steinbau, Stuttgart

Sieger Kategorie B: Wohnturm Kureck in Wiesbaden 

  • Architektur: Max Dudler, Berlin
  • Naturstein: Dietfurter Kalkstein
  • Natursteinunternehmen: Hofmann Naturstein, Werbach/Gamburg

Weitere Kategoriesieger

Sieger Kategorie C: Mehrfamilienhaus Kolberger 5 in München

  • Architektur: Studio Mark Randel mit David Chipperfield, Berlin
  • Naturstein: Travertin (Pietra dei Medici)
  • Natursteinunternehmen: Steininger Steinmetz, München

Sieger Kategorie D: Schlossgarten Osnabrück

  • Architektur: POLA Landschaftsarchitekten, Berlin
  • Naturstein: Synogranit (Übergang Monzogranit), Lithische Grauwacke
  • Natursteinunternehmen: Steinzeit Natursteine Projekt, Bonn

Sieger Kategorie E: Naturparkzentrum Fichtelgebirge in Wunsiedel

  • Architektur: Fabian Haase, Victoria Scherkamp, Felix Hampel und Maximilian Krauße
  • Naturstein: Epprechtstein Granit

Besondere Anerkennungen

Kategorie A: Neuer Plögerscher Gasthof in Potsdam

  • Architektur: Springer Architekten, Berlin
  • Naturstein: Bucher Sandstein, Königgrätzer Sandstein
  • Natursteinunternehmen: Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser, Bamberg

Kategorie D: Lehr- und Forschungsprojekt Pavillon aus Stein in Dortmund

  • Architektur: Anne Hangebruch, Juniorprofessur Massive Baukonstruktionen, TU Dortmund, Fakultät Architektur und Bauwesen
  • Naturstein: Mainsandstein weiß-grau, Epprechtstein Granit
  • Natursteinunternehmen: Bamberger Natursteinwerk Hermann Graser, Bamberg

Kategorie D: Rekordweite für vorgespannte Granitbrücken in Unteriglbach, Ortenburg

  • Architektur: RRI Roland Richter Ingenieur, Passau
  • Naturstein: Tittlinger Feinkorn
  • Natursteinunternehmen: Kusser Granitwerke, Aicha vorm Wald

Kategorie D: Kusserpool Stadtvilla in Darmstadt

  • Architektur: Auris Architekten, Darmstadt
  • Naturstein: Tittlinger Feinkorn, Valser Quarzit
  • Natursteinunternehmen: Kusser Granitwerke, Aicha vorm Wald

Die Auszeichnung wird seit 1987 alle zwei Jahre vergeben. Die nächste Verleihung steht für 2028 an.

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