Daylight Glare Probability
Die Daylight Glare Probability (DGP) (deutsch:
Wahrscheinlichkeit von Tageslichtblendung) beschreibt die
Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer*innen eines Raumes durch Tageslicht
unangenehm geblendet werden. Der Kennwert dient der Bewertung des
visuellen Komforts und berücksichtigt den Einfluss heller
Lichtquellen im Sichtfeld, insbesondere durch Fensterflächen,
direkte Sonneneinstrahlung
sowie starke Helligkeitsunterschiede im Raum. Für die Beurteilung
des Blendschutzes gilt: Je niedriger der DGP-Wert, desto geringer
ist die Wahrscheinlichkeit einer störenden Blendung
und desto höher der visuelle Komfort. Die Bewertung erfolgt gemäß
DIN EN 17037: Tageslicht in Gebäuden.
Die DGP-Bewertung erfolgt über den Anteil der Nutzungszeit, in dem ein definierter Wert überschritten wird. Wird beispielsweise ein DGP-Wert von 0,45 während mehr als 5 % der Referenznutzungszeit (Montag bis Freitag, 8:00 bis 18:00 Uhr, über das gesamte Jahr) überschritten, empfiehlt die DIN EN 17037 Maßnahmen zum Blendschutz. Ziel ist es, die störende Blendung auf maximal 5 % der Nutzungszeit zu begrenzen.
Die Ermittlung der DGP-Werte erfolgt in der Regel mithilfe von Jahressimulationen, da sich die Blendungssituation durch Tageslichtverhältnisse, Sonnenstand, Gebäudeausrichtung, Verglasung und Sonnenschutzsysteme im Jahresverlauf verändert. Für ausgewählte Sonnenschutzsysteme bietet die DIN EN 17037 zudem vereinfachte Bewertungsverfahren, um die erforderliche Blendschutzstufe zu bestimmen.
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