CO2-Emissionen reduzieren mit R33-Heizöl

Herkömmliche Brennwertkessel können mit einer R33-Brennstoffkombination betrieben werden

In Deutschland werden nach wie vor über fünf Millionen Gebäude mit einer Ölheizung versorgt. Etwa drei Millionen davon stehen abseits der Wärme- und Gasnetze. Oftmals scheuen Eigentümer die technischen wie finanziellen Hürden eines Austausches gegen moderne Heizungsanlagen. Eine Zwischenlösung kann der Betrieb mit Heizöl aus einer R33-Brennstoffkombination sein, mit der die Emissionen deutlich reduziert werden. Erste Wärmeerzeuger sind für den Betrieb damit freigegeben.

Mindestens ein Fünftel an Treibhausgas- bzw. CO2-Emissionen gegenüber klassischem Heizöl lässt sich mit R33-Brennstoffkombination einsparen. So auch mit dem Brennwertkessel Logano plus GB125.

Dass flüssige Brennstoffe bzw. Energieträger mit regenerativem Anteil klimaschonend sein können, wollen der Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie (BDH) und das Institut für Wärme und Mobilität (IWO) gemeinsam mit Heiztechnikherstellern wie Buderus belegen. In einem Modellversuch wurden deshalb bundesweit 21 Wärmeerzeuger mit einer R33-Brennstoffkombination betrieben, mit dem Ziel, deren Einsatzreife und Langzeitstabilität zu testen. Die Bilanz nach der ersten Heizperiode war bereits vielversprechend, weshalb Buderus seine ersten Brennwertkessel für treibhausgasreduzierte flüssige Energieträger inklusive Blends (Mischungen) mit maximal zehn Prozent Bioheizöl bzw. FAME (engl.: fatty acid methyl ester) freigegeben hat. Dies sind aktuell: Logano plus GB125, Logano plus KB195i-BZ und Logano plus KB195i.

Die im Modellversuch eingesetzte R33-Brennstoffkombination besteht zu 26 Prozent aus hydrierten Reststoffen wie Altspeisefetten, sogenannten abfallbasierten Biobrennstoffen der zweiten Generation. Der Vorteil: Ihre Herstellung steht nicht in Konkurrenz zum Nahrungsmittelanbau und benötigt damit keine zusätzliche Landfläche. Ein weiterer Anteil von sieben Prozent sind veresterte Bioöle (FAME). Diese Kombination reduziert bei der Verbrennung in einem Wärmeerzeuger die Treibhausgas- bzw. CO₂-Emissionen um mindestens ein Fünftel gegenüber klassischem Heizöl. Für die Zukunft geplant ist außerdem eine Beimischung sogenannter E-Fuels auf Basis von grünem Wasserstoff und recyceltem CO₂. Derzeit läuft parallel ein zweites Modellprojekt von Buderus gemeinsam mit dem Unternehmen Mobene, einem Anbieter im Bereich Kraft- und Brennstoffe, der Ende 2021 ein HVO-Öl (Hydriertes Pflanzenöl) auf den Markt bringen möchte.

Firma: Buderus, Wetzlar

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Für Neubauten und Sanierungen gilt seit 1. November 2020 das „Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung Erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden“, verkürzt „Gebäudeenergiegesetz“ (GEG), ein einheitliches Anforderungssystem, das Energieeffizienz und erneuerbare Energien gleichermaßen berücksichtigt und gleichzeitig die bisherigen Regelwerke EnEG, EnEV und EEWärmeG ersetzt.

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