Chemnitz – Stadt am Fluss

C the Unseen

Die sächsische Industriestadt Chemnitz ist mit 38 Partnerkommunen Europas Kulturhauptstadt 2025: „C the Unseen“ lautet das Motto für ein vielfältiges Kulturprogramm, das als Katalysator einer positiven Stadtentwicklung wirken soll. Auch das Wasser spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Infrastrukturprojekts „Stadt am Fluss“ werden Areale entlang des Flusses Chemnitz neu belebt, darunter das ehemalige Flussbad Altchemnitz, der Stadtteilpark am Pleißenbach und der Grünzug Kappelbach.

Kernstück der Neugestaltung ist das Gelände des ehemaligen Flussbads Altchemnitz.
Eine neue Fußgängerinnenbrücke verbindet beide Ufer und bietet Ausblicke über die Flussaue,
Neugestaltete Naherholungsräume sollen die Chemnitzer*innen ans Wasser locken.

Bereits bei einem Bürger*innen-Workshop im November 2018 stieß das Projekt auf breite Zustimmung. Ein Kernstück ist unter anderem die Neugestaltung des „Ehemaligen Flussbads Altchemnitz“, das im Dezember 2024 fertiggestellt wurde. Die 1922 eröffnete Badeanstalt war einst eines der beliebtesten Freibäder der Stadt, musste jedoch nach den Hochwasserschäden von 2002 aufgegeben werden. Seit Juni 2024 verbindet hier eine Fußgänger*innenbrücke aus Stahl die beiden Flussufer und die südlichen Stadtteile Altchemnitz und Markersdorf. Neue Aufenthaltsbereiche, Wege und Pflanzungen schaffen einen attraktiven, wassernahen Naherholungsraum. 

Die größte wassernahe Umgestaltung im Rahmen des Kulturhauptstadtprojekts ist der nordwestliche Stadtteilpark am Pleißenbach, der sich auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Altendorf erstreckt. Auf einer Brachfläche mit stark überbauter Natur entstand eine Grünfläche mit öffentlich nutzbaren Freiräumen. Der Pleißenbach wurde naturnah umgestaltet, mit Nistkästen für Bachstelzen und Wasseramseln sowie standortgerechten Pflanzungen, um die ökologischen Funktionen des Baches wiederherzustellen. Aber auch im nördlichen Stadtgebiet finden sich beim „Nordpark“ und in „Helgoland“ neue Aufenthaltsräume am Wasser.

Auch der Grünzug Kappelbach trägt zur städtischen Aufwertung bei. In einem ersten Bauabschnitt, der bis Mitte 2024 realisiert wurde, entstand ein Fahrradrastplatz mit Unterstellmöglichkeiten und ein großer Spielbereich für Kinder. Neue Bepflanzungen verbessern die Sicht entlang des Radwegs, während eine dichte Gehölzreihe den direkten Zugang zum Kappelbach begrenzt.

Die Finanzierung dieser Projekte erfolgt über Bundes-, Landes- und kommunale Mittel im Rahmen des Kulturhauptstadtprogramms. Beteiligungsformate ermöglichten es den Bürgern, ihre Ideen und Interessen in die Gestaltung der neuen Freiräume einzubringen.

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