Butylläufer

Zu den häufigen Schadensbildern bei Mehrscheiben-Isolierverglasung gehören die sogenannten Butylläufer, die umgangssprachlich auch als Trauerrand bezeichnet werden. Infolge von Plastifizierung und Volumenschrumpfung fließt ein Teil des Polyisobutylen der Primärdichtung in den Scheibenzwischenraum (SZR) des Isolierglases.

Geringfügig ausgeprägte Butylläufer
Butylläufer im Bereich einer kleinformatigen Isolierverglasung
Butylläufer im Bereich einer kleinformatigen Isolierverglasung

Insbesondere die Wanderung von Weichmachern, beispielsweise bei Materialunverträglichkeit infolge von Kontakt des Randverbundes mit unverträglichen Dichtstoffen, ist Ursache für diese Schäden, die von optischen Mängeln bis hin zum Verlust der Tragfähigkeit reichen können. Der Butyleintritt in den Scheibenzwischenraum kann jedoch auch durch zu hohe Temperaturen im Falzbereich, zu viel Anpressdruck auf den Randbereich der Verglasung oder zu kleine bzw. geometrisch steife Glasaufbauten resultieren.  

Sofern keine Materialunverträglichkeit vorliegt, beeinträchtigt ein Butyleintritt bis zu einer Höhe von 3 mm nicht die Funktionalität einer Isolierverglasung (vgl. BF-Information 015/2020).

Fachwissen zum Thema

Tritt Kondensat auf der Außenseite von Isolierverglasungen auf, deutet das nicht auf einen Mangel hin, sondern beweist vielmehr die gute Wärmedämmwirkung des Glasverbunds.

Tritt Kondensat auf der Außenseite von Isolierverglasungen auf, deutet das nicht auf einen Mangel hin, sondern beweist vielmehr die gute Wärmedämmwirkung des Glasverbunds.

Schäden

Kondensatbildung

Große Wasseransammlung im Scheibenzwischenraum einer Isolierverglasung aufgrund mangelhafter Falzraumbelüftung

Große Wasseransammlung im Scheibenzwischenraum einer Isolierverglasung aufgrund mangelhafter Falzraumbelüftung

Schäden

Undichtigkeit des Randverbundes