Bürogebäude Gapp Holzbau in Öpfingen

Betondecken und Holzrahmenbauweise im Passivhausstandard

Dass bei einem Bürogebäude für ein Holzbauunternehmen auch Holz als Baumaterial verwendet wird, liegt nahe. Die Firma Gapp Holzbau und Hullak Rannow Architekten arbeiteten bei der Planung eines dreigeschossigen Bürohauses in Öpfingen eng zusammen. Mit Geschossdecken aus Ortbeton sowie Außenwänden und tragenden Innenwänden in Holzrahmenbauweise entstand ein kompakter Baukörper, der mit geschwungenen Ecken und einer wellenförmigen, dunkelbraunen Fassadenbekleidung auf sich aufmerksam macht.

Südöstliche Eingangsseite: Im zweiten Obergeschoss gibt es eine Loggia für die Mitarbeiter.
Für die Fassade wurden Holzrahmen mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion kombiniert, die Bekleidung besteht aus HPL- (High-Pressure-Laminat-) Platten, die Assoziationen mit einer Holzmaserung wecken.
Mit geschwungenen Ecken und einer wellenförmigen, dunkelbraunen Fassadenbekleidung wird das Gebäude zum Blickfang.

Dank eines hohen Grades der Vorfertigung war die Bauzeit auf acht Monate beschränkt. Um eine flexible Nutzung der Grundrisse zu ermöglichen, ist die Mehrzahl der Innenwände nichttragend. Insgesamt sind zehn Büroräume für sechzehn Arbeitsplätze vorgesehen. Die Wände in Holzrahmenbauweise produzierte das Unternehmen selbst. Die geschwungenen Linien der Außenfassade, die das Gebäude in horizontalen Bändern umfasst, spielen auf eine natürliche Holzmaserung an.

Für die Fassade wurden Holzrahmen mit einer Pfosten-Riegel-Konstruktion kombiniert, die Bekleidung besteht aus HPL- (High-Pressure-Laminat-) Platten. Das Gebäude entspricht dem Passivhausstandard, die firmeneigene Produktion liefert mit Holzabfällen das Heizmaterial.

Photovoltaikanlage auf einem extensiv begrünten Flachdach

Das Flachdach ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die genügend Strom produziert, sodass Überschüsse ins Netz eingespeist werden können. Das extensiv begrünte Flachdach hat von oben nach unten folgenden Aufbau: Eine acht Zentimeter starke Pflanzschicht plus Drainageschicht ist mittels wurzelfester Abdichtung von der Gefälledämmung getrennt.

Raumseitig sind die Ortbetondecken mit Brettschichtholzpaneelen beplankt. Durch die Dachbegrünung verbessert sich das Raumklima, denn sie bewirkt eine Absenkung der Temperaturen im Sommer und dämmt im Winter. Durch die naturnah angelegte Begrünung mit Moosen und Gräsern ist das Dach nahezu wartungsfrei.

Die Entwässerung erfolgt innenliegend. Die Attika entspricht mit einer Höhe von ca. 20 cm der Mindesthöhe; das Dach wird nur zu Wartungszwecken betreten. Im zweiten Obergeschoss gibt es eine Loggia für die Mitarbeiter, die ebenfalls innenliegend und gemeinsam mit der Dachfläche entwässert wird.

Bautafel

Architektur: Hullak Rannow Architekten, Ulm
Projektbeteiligte:
Pirmin Jung Deutschland, Sinzig (Tragwerksplanung und Gebäudeakustik); Gapp Holzbau, Öpfingen (Holzbau)
Bauherr:
Holzbau Gapp
Fertigstellung:
2017
Standort:
Holzbau Gapp, Alte Landstraße 6/1, 89614 Öpfingen
Bildnachweis: Achim Buhl und Horst Pütz

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